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Ausland

Weiter Gewalt, Vertreibung und Hunger in Somalia

Mittwoch, 13. Februar 2013

Flüchtlinge stehen in einem Flüchtlingslager in Sigalle (Somalia) ©dpa

Nairobi/Berlin – Die Krise in Somalia ist aus dem Fokus geraten, aber nicht beendet. Darauf weist die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hin. Ein entsprechender Bericht mit dem Titel „Hear My Voice“ stützt sich auf die Aussagen von mehr als 800 somalischen Patienten in medizinischen Einrichtungen von Ärzte ohne Grenzen in Somalia und den äthiopischen Flüchtlingslagern. Mehr als die Hälfte der Befragten berichten, aus ihren Häusern vertrieben worden zu sein.

Die Hälfte von ihnen wiederum hat Gewalt erlebt und Angst vor Angriffen; ein weiteres Drittel der Menschen gibt Lebensmittelknappheit als die wichtigsten Gründe für die Vertreibung an. „Ich bin in meinem Leben bereits mehr als zehn Mal vertrieben worden. Mein Mann starb bei einem Angriff und zwei meiner Kinder starben, weil ich ihnen nicht genug zu essen geben konnte“, berichtet eine 25-jährige Frau aus Lower Juba.

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„Während die somalische Regierung und die internationale Gemeinschaft auf eine bessere Zukunft mit einem Fokus auf Stabilität und Entwicklung in Somalia blicken, darf nicht vergessen werden, dass viele Tausende Menschen weiterhin extremer Gewalt ausgesetzt sind und dringend lebensrettende Hilfe benötigen“, sagte Joe Belliveau, Leiter der zuständigen Projektabteilung von Ärzte ohne Grenzen in Amsterdam.

Die humanitäre Hilfe sei in weiten Teilen Süd- und Zentralsomalias weiterhin besonders wichtig, „und zwar unabhängig von jeglicher politischen Agenda“, hieß es aus der Hilfsorganisation. © hil/aerzteblatt.de

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