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Solarien zur Prävention von Vitamin-D-Mangel unnötig

Donnerstag, 14. Februar 2013

dpa

Berlin – Der menschliche Körper benötigt im Winter keine UV-Strahlung aus dem Solarium, um seinen Bedarf an Vitamin D zu decken: „Kein Mensch sollte zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels ins Solarium gehen“, erklärten heute die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), der Berufsverband der Deutschen Dermatologen und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einer gemeinsamen Erklärung.

Der Vitamin-D-Spiegel des Körpers schwankt natürlicherweise mit den Jahreszeiten. Bis zum Ende des Winters sinkt der Vitamin-D-Spiegel, weil der Körper das im Sommer gespeicherte Vitamin D verbraucht. Damit im Winter genügend Vitamin D zur Verfügung steht, ist es im Normalfall ausreichend, in den Sommermonaten regelmäßig ins Freie zu gehen und sich ausgewogen zu ernähren. „Ein behandlungsbedürftiger Vitamin-D-Mangel gehört in die Hände eines Arztes, dem wirkungsvollere Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen als zusätzliche UV-Bestrahlungen“, so die Experten.

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Die Haut vergisst nichts – gefährliche Folgen wie Hautkrebs werden erst Jahre später sichtbar“, warnt DDG-Präsident Rudolf Stadler. „Im Solarium kann die UV-Strahlung so stark sein wie im Sommer zur Mittagszeit am Äquator. Dass das nicht gesund ist, kann sich jeder leicht vorstellen“, so Thomas Jung, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Umwelt im BfS. Für Kinder und Jugendliche seien Solarienbesuche deswegen grundsätzlich gesetzlich verboten. © hil/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #5817
Wiegand
am Donnerstag, 21. November 2013, 21:43

Hinzu kommt, dass Solarien v.a. UVA emittieren, welches das Hormon Cholocalciferol

In der Haut zerstört und keines bildet.
Somit ja, Solarien sind diesbezüglich sinnlos und überdies schädlich. Aber das wussten wir ja alle schon.

Avatar #662551
bameier
am Montag, 18. Februar 2013, 17:46

Die Heliotherapie wird seit Jahrtausenden erfolgreich angewandt

Der Wert von Sonnenbädern für die Tuberkulosebehandlung wird heute in der Bildung von Vitamin D zur Immunmodulation gesehen.Viele Symptome können durch Vitamin-D-Supplemente und/oder durch gezielte UVB-Therapie gebessert werden.

"Insgesamt 82% der Männer und 91% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D nicht. Die Anteile sind am Höchsten bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (>86% bei den Männern, >96% bei den Frauen) und den Senioren (94% bei den Männern, 97% bei den Frauen)."

Das sind die Daten aus der Nationalen Verzehrsstudie 2008 ( Teil II, Seite 110 ). Der Median der Vitamin D-Zufuhr bei den 65-80-jährigen Senioren lag bei etwa einem Viertel der Empfehlung. Das war bevor die DGE die Referenzwerte 2012 deutlich erhöhte.

In der DEVID Studie, die in Deutschland durchgeführt wurde, hatten rund 50 Prozent der Probanden unzureichende 25-OHD-Konzentrationen im Blut.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3092570/

Möglicherweise hängt der saisonale Verlauf der Häufigkeit des Auftretens u.a. von grippalen Infekten, Meningitis und Noro Virus Infektionen mit dem jeweiligen Vitamin D Status der Bevölkerung zusammen.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2870528/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3256336/


Avatar #111918
wgbernhard
am Freitag, 15. Februar 2013, 10:07

Solarien zur Prävention von Vitamin-D-Mangel unnötig

Der Aussage, dass Solarien zur Prävention des Vit.-D-Mangels überflüssig sind, kann man nur zustimmen. Aber, es fehlen detaillierte und aktuelle Aussagen über die Prävalenz des Vit.-D-Mangels, betroffene Bevölkerungsgruppen, Aspekte der Prävention durch adäquate Ernährung und die positive Aufklärung. Mit der Aussage, dass Solarien schädlich sind und der Mangel an diesem essentiellen Nährstoff grundsätzlich in die ärztliche Behandlung gehört, ist wenig geholfen.
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