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Medizin

Rauchstopp senkt Frühgeburtenrate

Freitag, 15. Februar 2013

dpa

Hasselt – Die schrittweise Einführung von Rauchverboten hat in Belgien jeweils zu einem Rückgang der Frühgeburtenrate geführt, wie eine Studie im Britischen Ärzteblatt BMJ (2013; 346: f441) belegt. Dass Schwangere durch aktives Rauchen die Gesundheit des Feten schädigen, ist lange bekannt. Die Tabakschadstoffe hemmen das fetale Wachstum und verkürzen die Gestation. Ein Einfluss des Passivrauchens war schwerer nachzuweisen.

Frühere Meta-Analysen hatten bereits gezeigt, dass das Geburtsgewicht sinkt und die Zahl der Kinder, die mit einem Gewicht von unter 2.500 Gramm geboren werden, steigt. Einen weiteren Beleg liefert jetzt das Team um Tim Nawrot von der Universität Hasselt. Dabei kam ihnen zunutze, dass die Rauchverbote in Belgien nicht auf einmal, sondern in drei Phasen einführt wurden: Ab Januar 2006 war das Rauchen am Arbeitsplatz und in öffentlichen Gebäuden verboten, Anfang 2007 folgte ein Rauchstopp in Restaurants und seit 2010 darf auch in Bars und Imbissen nicht mehr geraucht werden.

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Wie Nawrot den Geburtsstatistiken entnehmen konnte, kam es nach jedem der drei Verbote zu einem Rückgang der Frühgeburtenrate: Signifikant waren die Reduktionen nach dem zweiten und dem dritten Verbot: Nach 2007 ging die Zahl um 3,13 Prozent und 2010 um weitere 2,65 Prozent zurück. Die Entwicklung ist durchaus relevant. Seit 2007 kommen auf 1000 Geburten 6 Frühgeburten weniger, weil die Luftqualität sich gebessert hat.

Die Studie kann zwar die Kausalität nicht zweifelsfrei belegen, die zeitliche Assoziation in drei Schritten macht diese jedoch sehr wahrscheinlich. In den letzten Jahren konnten mehrere günstige Auswirkungen der Rauchverbote auf die Gesundheit der Bevölkerung gezeigt werden, darunter war ein Rückgang von Asthmaerkrankungen bei Kindern und von Herzinfarkten und plötzlichen Todesfällen bei Erwachsenen. © rme/aerzteblatt.de

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