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Ärzteschaft

Marburger Bund ruft kommunale Klinikärzte zum Warnstreik auf

Freitag, 15. Februar 2013

Berlin – Nach drei erfolglos verlaufenden Verhandlungsrunden hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) Ärzte kommunaler Krankenhäuser zum Warnstreik aufgerufen. Anlässlich des nächsten Verhandlungstermins am 22. Februar sollen die rund 50.000 kommunalen Ärzte Vertreter zu einer zentralen Kundgebung nach Düsseldorf schicken. Die Ärztegewerkschaft erwartet zur Demonstration Krankenhausärzte aus ganz Deutschland. 

Die von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zuletzt vorgelegte Tarifofferte  bezeichnete MB-Vizevorsitzender Andreas Botzlar als „Dumping-Angebot“: So habe die VKA die MB-Forderung nach einer niedrigeren wöchentlichen Höchstar­beitszeitgrenze von derzeit durchschnittlich 60 Stunden mit der Streichung eines Urlaubstages für alle Ärzte unter 55 Jahre quittiert. Auch die angebotene Tariferhöhung von zwei Prozent bei einer Laufzeit von 14 Monaten provoziere den Unmut der Krankenhausärzte.

Aufs Jahr betrachtet käme dies einer Gehaltssteigerung von 1,7 Prozent gleich und gleiche somit noch nicht einmal die durchschnittliche Inflationsrate von zwei Prozent aus. „Das von der VKA vorgelegte Angebot hat nicht den Eindruck gemacht, dass die Arbeitgeber wirklich kompromissbereit sind“, resümmierte MB-Vize Botzlar.

Die angekündigte Protestaktion werde zeigen, dass die Ärzteschaft nicht länger bereit sei, sich mit Lippenbekenntnissen abspeisen zu lassen und ein „deutlich verbessertes Angebot“ erwarte. Der MB fordert eine lineare Gehaltssteigerung um sechs Prozent. hil © hil/aerzteblatt.de

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