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Medizin

Depuy: Rücknahme von Adept-Hüftendo­prothesen

Montag, 18. Februar 2013

dpa

Kirkel – Der Hersteller von Orthopädieprodukten Depuy Synthes, eine Tochter von Johnson & Johnson, muss erneut eine Hüftendoprothese vom Markt nehmen, nachdem es in zwei Patientenregistern zu einer erhöhten Rate vorzeitiger Revisionen gekommen ist. Betroffen sind die Adept 12/14 Modular Head Komponenten für den Totalhüft­gelenkersatz.

Im September 2010 hatte Depuy alle ASR-Hüftprothesen (Hüftoberflächenersatz und Totalprothese) vom Markt genommen, nachdem eine Analyse des National Joint Registry von England und Wales (JNR), des weltweit größten Endoprothesenregisters, eine erhöhte 5-Jahres-Revisionsrate ermittelt hatte. Jetzt folgt ein Rückruf der Adept 12/14 Modular Head Komponenten für den Totalhüftgelenkersatz. Die Adept-Hüftoberflächen­ersatzkomponenten sind laut der Mitteilung des Herstellers nicht betroffen.

Dieses Mal wurde nicht nur im JNR ein sicherheitsrelevantes Signal gefunden. Auch eine Auswertung des australischen Endoprothesenregister AOANJRR (Australian Orthopaedic Association National Joint Replacement Registry) hatte ein erhöhte Rate von Revisions­raten ergeben.

Der Hersteller entschloss sich deshalb zu einem Rückruf der betroffenen Adept 12/14 Modular Head Komponenten. Die Kliniken sind aufgerufen, die Systeme nicht mehr zu implantieren. Implantat-Träger sollten nach den lokalen Richtlinien für Patienten mit Metall-auf-Metall Gleitpaarungen behandelt werden, rät der Hersteller. Nach Recherchen des Handelsblatts wurden die betroffenen Systeme in den Jahren 2004 bis 2011 weltweit rund 7,500 Mal ausgeliefert. Nach Deutschland sollen 1,800 dieser Implantate gegangen sein.

© rme/aerzteblatt.de

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