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Forschungsverbund Sarkopenie und Osteoporose gestartet

Montag, 18. Februar 2013

München – Den Muskelschwund im Alter, die Sarkopenie, weiter erforschen wird ein Forschungsverbund der Hochschulen Würzburg, Erlangen-Nürnberg und München. „Im Zuge der Alterung unserer Gesellschaft nehmen neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch Muskelschwund und Osteoporose zu.

Unabhängigkeit und Selbstversorgung werden dadurch gefährdet und die Pflegesysteme vermehrt belastet“, erläutert der Leiter des Orthopädischen Zentrums für Muskulo­skelettale Forschung der Uni Würzburg in der Orthopädischen Klinik und Sprecher des neuen Verbundprojekts „Muskelschwund und Osteoporose – Folgen eingeschränkter Regeneration im Alter“ (Formosa).

Mehr als ein Fünftel der Menschen über 65 leiden unter Sarkopenie. Schon im erwerbs­fähigen Alter kann es zu eingeschränkter Leistungsfähigkeit und Produktivität kommen, im Alter drohen Gebrechlichkeit, die Einschränkung der Selbständigkeit und Pflege­bedürftigkeit.

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Verschiedene Faktoren sind für die Entwicklung einer Sarkopenie verantwortlich: Gene­tische Prädisposition, mangelnde Bewegung und prädisponierende Begleiterkrankungen gehören dazu. Sarkopenie fördert ihrerseits andere muskuloskelettale Erkrankungen wie die Osteoporose. „Die grundlegenden Änderungen werden oft bereits ab der fünften Lebensdekade offensichtlich“, hieß es aus dem Verbund.

Die Bayerische Forschungsstiftung unterstützt das Vorhaben mit zwei Millionen Euro über drei Jahre. Verschiedene industrielle Partner beteiligen sich ebenfalls an Formosa. „Präkli­nisches Ziel ist es, in einem sehr innovativen Modell neue Therapeutika zur Vermei­dung des Muskel- und Knochenschwundes zu entwickeln“, erläutert der stell­vertretender Sprecher des Verbundes Matthias Schieker vom Klinikum der Universität München (LMU). Klinisches Ziel sei es die Behandlung von Patienten mit osteoporose­assoziierten Brüchen der Wirbelsäule durch Stärkung der Rückenmuskulatur. © hil/aerzteblatt.de

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