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Politik

Unternehmen interessieren sich für Gesund­heits­förder­ung

Dienstag, 19. Februar 2013

Berlin – Immer mehr Unternehmen in Deutschland ist es wichtig, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern. Das berichtet die Krankenkasse Barmer GEK nach einer Umfrage unter 500 Firmen. Danach schätzen 67 Prozent der befragten Firmen das sogenannte Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) als „sehr wichtig“ ein – ein Jahr zuvor waren es noch 42 Prozent gewesen. 92 Prozent der Unternehmen planen gesundheits­fördernde Maßnahmen im Unternehmensalltag

Eindeutige Nummer eins unter den Maßnahmen sind mit 73 Prozent die Einsteiger-Angebote zur Firmenfitness. Zu den weiteren Favoriten zählen mit 26 Prozent firmen­spezifische Analysen mittels eines Unternehmensreports, der das Arbeitsunfähig­keitsgeschehen untersucht, sowie Angebote zur Vorbeugung und Reduzierung körperlicher Belastungen (19 Prozent).

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Gefragt sind außerdem Angebote, die bei der Stressbewältigung am Arbeitsplatz helfen (54 Prozent). Am zweithäufigsten interessieren sich Unternehmen für eine gesundheits­gerechte Mitarbeiterführung (44 Prozent).

Dies scheint einer Einschätzung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zu widersprechen: „Wenn es um den Schutz vor körperlichen Gefahren gehe, seien deutsche Unternehmen „spitze, leider machen sich aber noch viel zu wenige Betriebe Gedanken, wie sie ihre Mitarbeiter vor Stress und Burn-out schützen können“, sagte die CDU-Politikerin bei der Vorstellung des sogenannten Stressreportes Ende Januar in Berlin.

Laut dem Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sehen sich die Beschäftigten in Betrieben häufig Multitasking (58 Prozent), starkem Termin- und Leistungsdruck (52 Prozent) oder ständig wiederholenden Arbeitsvorgängen (50 Prozent) ausgesetzt. 44 Prozent erleben während ihrer Arbeit häufig Störungen. Dieser Stress schadet offenbar der Gesundheit: 17 Prozent der von der Bundesanstalt Befragten fühlten sich in den letzten zwölf Monaten während der Arbeit häufig körperlich und emotional erschöpft. © hil/aerzteblatt.de

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