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Medikamentöse Wechselwirkungen auch in kleinen Dosen nachweisbar

Donnerstag, 21. Februar 2013

Heidelberg – Pharmakologen des Universitätsklinikums Heidelberg haben einen wichtigen Fortschritt für die Verbesserung der Arzneimittelsicherheit erzielt: In einer Arzneimittelstudie konnten sie erstmals zeigen, dass sich Wechselwirkungen von Medikamenten mit Hilfe winziger Dosen im Nanogramm-Bereich nachweisen lassen, ohne jedoch Wirkung und Nebenwirkungen zu entfalten.

Somit können Studien zu Wechselwirkungen von Arzneimittelkombinationen risiko- und belastungsarm für die Teilnehmer durchgeführt werden. Die Studie wurde in „Clinical Pharmacology & Therapeutics“ veröffentlicht.

„Rund zwei Prozent aller Kranken­haus­auf­enthalte in Deutschland sind die Folge von Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten“, verwies Walter Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie am Universitätsklinikum Heidelberg, auf die Bedeutung entsprechender Studien. Viele Wechselwirkungen ließen sich vermeiden, wenn sie bekannt wären und beachtet würden. Bislang würden jedoch nicht zuletzt aufgrund der befürchteten Risiken nur wenige Arzneimittelkombinationen systematisch auf Wechselwirkungen geprüft.  

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Mit Hilfe der ultrasensitiven Massenspektrometrie gelang es Haefeli und seinem Team die Dosis für Wechselwirkungsstudien drastisch zu reduzieren. Dazu führten die Wissen­schaftler bei zwölf gesunden Probanden eine Wechselwirkungsstudie mit dem Pilzmittel Ketokonazol und dem Schlafmittel Midazolam durch.

Dabei setzten sie Dosen von 0,0000001 Gramm ein, die 30.000 Mal geringer waren als die zur Therapie verwendete Menge. Vergleiche mit höheren Dosen zeigten: Die Arz­neimittel verhalten sich in jeder Konzentration identisch. Bereits eine minimale Konzen­tration im Körper reicht daher aus, um das Ausmaß der Wechselwirkung bei normaler Anwendung zuverlässig vorherzusagen. © hil/aerzteblatt.de

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