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Hannover: Mehr als 1.000 Patienten warten auf ein Spenderorgan

Dienstag, 26. Februar 2013

Hannover – 423 Organe haben Chirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im vergangenen Jahr transplantiert, das sind rund 3,0 Prozent weniger als 2011. Bundesweit war im vergangenen Jahr die Zahl aller gespendeten Organe um 10,8 Prozent auf 3.511 zurückgegangen.

Chirurgen der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie von Direktor Jürgen Klempnauer verpflanzten im vergangenen Jahr 171 Nieren, 44 davon waren eine Lebendspende. Die Zahl der transplantierten Lebern stieg 2012 auf 101 Spenderorgane an, davon 13 Lebendspenden und 16 Splitlebern. „Wir freuen uns besonders über dieses gute Ergebnis, insbesondere da die Rahmenbedingungen, vor allem für die Lebertransplantation, in Deutschland zunehmend problematisch geworden sind“, sagte Klempnauer.

Die Ärzte der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie von Axel Haverich transplantierten im vergangenen Jahr 16-mal ein Herz, siebenmal Herz und Lunge und 128-mal Lungen. Im April 2012 führten die Chirurgen die erste Lebendlungenspende in Deutschland durch, seither kam dieses Lebendspende-Programm bei zwei Patienten zum Tragen. Die MHH ist damit weltweit eines der größten Zentren für Lungen­trans­plan­ta­tionen und das größte in Europa.

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Anfang Dezember war ein von der Bundes­ärzte­kammer, der Deutschen Kranken­hausgesellschaft und dem GKV-Spitzenverband eingesetztes Expertenteam in die MHH gekommen und hatte keine Auffälligkeiten gefunden. „Unsere Ärzte tun alles, um ihren Patienten zu helfen, aber natürlich bleiben sie im rechtlichen Rahmen“, sagte Andreas Tecklenburg, MHH-Vizepräsident und im Vorstand zuständig für das Ressort Krankenversorgung.

Die Manipulationsvorwürfe gegen einzelne Kliniken in Deutschland hätten das Vertrauen der Menschen in die gesamte Transplantationsmedizin schwer erschüttert. „Wir müssen jetzt alles dafür tun, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen“, so Tecklenburg. Das bedeutendste Problem in der Transplantationsmedizin seien die langen Wartezeiten der Patienten auf ein Spenderorgan. Allein in der MHH warteten mehr als 1.000 Patienten auf ein Spenderorgan, so der MHH-Vizepräsident .

© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #52906
Poldii
am Dienstag, 26. Februar 2013, 23:34

Prüfung ist noch nicht abgeschlossen!

Wurden nicht bisher AUSSCHLIEßLICH Leber­trans­plan­tations­pro­gramme von der Prüfungskommission geprüft?!
Ob bei Lunge, Niere, Herz und Bauspeicheldrüse in den TX-Zentren alles mit rechten Dingen zuging, weiß man doch überhaupt noch nicht.
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