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Ärzteschaft

Ärzteproteste in Hamburg – Honorarkonflikt spitzt sich zu

Mittwoch, 27. Februar 2013

Hamburg – Mehr als 1.600 Interessierte sind heute Vormittag zu einer von der Kassen­ärztlichen Vereinigung (KV) Hamburg organisierten Fortbildungsveranstaltung „Der Notfall in der Praxis“ gekommen, darunter rund 800 Ärzte. Rund 700 der etwa 3.500 Arztpraxen in der Hansestadt blieben daher geschlossen. Der ärztliche Notdienst war zu jeder Zeit gewährleistet. Mit der Aktion wollten die Ärzte den Krankenkassen signali­sieren, dass sie in der Lage sind, die ärztliche Versorgung zu stören, falls es zu keiner Einigung im Honorarkonflikt kommt.

Anfang Januar hatten sich in einer Urabstimmung zu Protestmaßnahmen im Honorar­konflikt rund 95 Prozent der teilnehmenden Hamburger Vertragsärzte und -psycho­therapeuten für solche Protestmaßnahmen ausgesprochen. 91,1 Prozent sprachen sich für einen Boykott der Kassen aus, 81,1 Prozent für den Schulterschluss mit den Patienten, 77 Prozent für Praxisschließungen.

„Wir fordern, dass sich die Krankenkassen endlich zu echten Verhandlungen bereitfinden“, erklärte ein Sprecher der KV gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Viele Praxen in Hamburg arbeiteten finanziell am Minimum, sie könnten keine Investitionen tätigen und müssten Mitarbeiter entlasten.

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Die Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten fordern daher, die haus- und fachärztliche Grundversorgung zu stützen und den überdurchschnittlich hohen Kostenanstieg in Hamburg auszugleichen. „Zudem kann es nicht sein, dass die Ärzte auf den von ihnen in den letzten Jahren übernommenen Kosten für Psychotherapieleistungen sitzen bleiben“, sagte der Vorsitzende der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Hamburg, Michael Späth, im November vergangenen Jahres. Insgesamt hätten die Ärzte die Psychotherapie mit rund 40 Millionen Euro gestützt. © hil/aerzteblatt.de

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