NewsÄrzteschaftBrandenburger Ärzte verteidigen Forderung nach 7,7 Prozent mehr Honorar
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Brandenburger Ärzte verteidigen Forderung nach 7,7 Prozent mehr Honorar

Mittwoch, 27. Februar 2013

Potsdam – Die Forderung der niedergelassenen Ärzte in Brandenburg nach 7,7 Prozent mehr Honorar hat die Ärzte Union Brandenburg verteidigt. Nach zwei gesetzlich vorgeschriebenen Mini-Steigerungen der Gesamtvergütung in den Jahren 2011 und 2012 von jeweils nur 1,25 Prozent, die noch nicht einmal die Inflationsrate abgedeckt hätten, sei die Forderung der Kassenärztlichen Vereinigung nach einer Steigerung um 7,7 Prozent „mehr als berechtigt“, sagte dessen Vorsitzender, Hartmut Uhl. Brandenburg habe bundesweit die geringste Vertragsarztdichte, aber mit die älteste und kränkste Bevölkerung.

„Wir benötigen eine bessere Finanzierung, um die haus- und fachärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen, in den Alten- und Pflegeheimen aufrecht erhalten zu können“, argumentierte Uhl und kritisierte, es sei „ein Unding, dass dafür die Kassen im Land weniger Geld pro Versicherten zur Verfügung stellen als im Bundesdurchschnitt.“ So sei es nicht verwunderlich, wenn sich junge Ärzte von Brandenburg abwendeten.

Anzeige

Der Vorsitzende der Ärzte Union wandte sich außerdem dagegen, dass Krankenkassen aufgrund von Milliardenüberschüssen Beitragsgelder rückerstatteten. Dies sei mit dem Solidargedanken der Kran­ken­ver­siche­rung nicht vereinbar. „Vor allem dann nicht, wenn erbrachte ärztliche und psychotherapeutische Tätigkeiten nicht vergütet werden“, so Uhl. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. Juni 2020
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ihre Forderung nach einer besseren Vergütung von Hausbesuchen erneut unterstrichen und die Preispolitik der Kassen scharf kritisiert: Mit 23
KBV fordert bessere Bezahlung ärztlicher Hausbesuche
23. Juni 2020
München – Eine höhere Vergütung von Hausbesuchen mahnt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns an. Laut dem Vorstand der KV ist die Blockadehaltung der Krankenkassen „kontraproduktiv für eine
KV Bayerns mahnt höhere Vergütung von Hausbesuchen an
18. Juni 2020
Dresden – Ärzte und Psychotherapeuten, die in unterversorgten oder unzureichend versorgten Regionen Sachsens tätig werden wollen, erhalten ab 1. Juli mehr Geld. Der Landesausschuss der Ärzte und
Sachsen: Mehr Geld soll Ärzte in unterversorgte Regionen locken
18. Juni 2020
Berlin – Ärzte des Caritasverbandes erhalten rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres mehr Geld. Die Gehälter der rund 30.000 bei dem Verband angestellten Mediziner steigen demnach um 6,6 Prozent, wie
Caritas-Ärzte erhalten rückwirkend mehr Lohn
19. Mai 2020
München – Die Fallzahlen in Bayerns Praxen sind nach Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern Mitte März deutlich zurückgegangen – je nach Fachgruppe um 25 bis 75 Prozent gegenüber dem
Arztbesuche: Fallzahlen in Bayerns Praxen zurückgegangen
22. April 2020
Düsseldorf − Tausenden Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen (NRW) drohen nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein wegen der Coronakrise Umsatzeinbußen. „Ich gehe davon aus,
Coronakrise führt zu Umsatzeinbußen der Praxen in Nordrhein
21. April 2020
Berlin – Die Honorare für privatärztliche Behandlungen brechen aufgrund der Coronapandemie erheblich ein. Das zeigen erste Auswertungen des Verbandes der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS).
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER