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Apotheken protestieren gegen zu geringe Nachtzuschläge

Donnerstag, 28. Februar 2013

dpa

München ­ – Zahlreiche Apotheken in Bayern haben heute für eine Stunde die Geschäfte geschlossen und ihre Kunden nur über die Notdienstklappe bedient. Der Bayerische Apothekerverband wollte mit der Aktion „Wir machen den Tag zur Nacht!“ nach eigenen Angaben auf eine finanzielle Unterversorgung des Nacht- und Notdienstes und auf die Bedeutung einer Versorgung rund um die Uhr aufmerksam machen.

Derzeit dürfe jede Apotheke 2,50 Euro pro Patient als Notdienstgebühr erheben, kritisierte der Verband. Damit lasse sich das Gehalt des Notdienst leistenden Apothekers aber nicht finanzieren.

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Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­ter Marcel Huber (CSU) forderte den Bund auf, für eine gerechtere Bezahlung der Dienste außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu sorgen. Vor allem Apotheken auf dem Land könnten von einer pauschalen Bezahlung profitieren, sagte er. Diese hätten nachts nur wenige Kunden, müssten aber dieselben Dienst­leistungen erbringen wie die Apotheken in den Städten. „Der Bund muss seine Ankündigung, eine Nacht- und Notdienstpauschale einzuführen, jetzt rasch umsetzen“, forderte Huber.

In Bayern gibt es nach Angaben des Apothekerverbands mehr als 3.300 Apotheken. In ganz Deutschland leisten die 21.000 Apotheken pro Jahr rund 500.000 Nacht- und Notdienste. Einer Forsa-Umfrage zufolge halten 94 Prozent der Bayern den Notdienst der Apotheken für wichtig oder sogar sehr wichtig. Ein Drittel der Befragten hat den Dienst außerhalb der regulären Öffnungszeiten im vergangenen Jahr ein- bis fünfmal in Anspruch genommen. © hil/aerzteblatt.de

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