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Ärzteschaft

Marburger Bund fordert 6,5 Prozent mehr für Ärzte an Unikliniken

Freitag, 8. März 2013

Berlin – 6,5 Prozent mehr Gehalt und eine bessere Bezahlung der Arbeit in der Nacht und an Samstagen – das sind die zentralen Forderungen des Marburger Bundes (MB) in den Tarifverhandlungen für die rund 18.000 Ärzte in 20 Universitätskliniken der Länder. „Die Universitätskliniken erwirtschaften aufgrund ihrer Leistungsstruktur höhere Erlöse als andere Klinikträger. Es ist deshalb nicht zu akzeptieren, dass die Ärztegehälter in Unikliniken deutlich hinter denen in kommunalen Krankenhäusern und anderen Kliniken zurückbleiben“, sagte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke.

Deshalb fordert der MB eine Erhöhung des Zuschlages für Samstagsarbeit auf 20 Prozent des individuellen Stundenentgelts für die gesamte Zeit des Tages. Für Vollarbeit in der Nacht bekommen Ärzte an Unikliniken derzeit einen Zuschlag von 20 Prozent des individuellen Stundenentgelts. Der MB fordert hier einen Nachtarbeitszuschlag von 25 Prozent des individuellen Stundenentgelts.

„Die Universitätskliniken müssen Schritt halten mit der allgemeinen Gehaltsentwicklung. Es wäre ein fatales Signal, wenn die Orte der Spitzenmedizin im Wettbewerb um hochqualifizierte Ärzte ins Hintertreffen gerieten“, sagte Henke.

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Die erste Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und dem Marburger Bund findet am 12. März in Berlin statt. Es geht dabei um den Entgelttarifvertrag für Ärzte (TV Ärzte) in 20 Universitätskliniken sowie im Justizvollzug der Länder. Eine Sonderstellung nehmen einige Unikliniken ein, die nicht dem Tarifbereich der TdL angehören.

So befindet sich beispielsweise das Uniklinikum Mannheim in städtischer Hand und das Uniklinikum Gießen und Marburg im Besitz des privaten Krankenhauskonzerns Rhön Klinikum AG. Auch andere große Unikliniken unterliegen nicht dem TV Ärzte, zum Beispiel das Berliner Universitätsklinikum Charité, die Universitätsklinik Frankfurt am Main, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und die Universitätsmedizin Mainz. © hil/aerzteblatt.de

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