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Organtrans­plantation: Fortschritte werden sichtbar

Montag, 11. März 2013

Berlin – Selbstverwaltung und Politik sind mit den Maßnahmen für mehr Transparenz und Sicherheit in der Transplantationsmedizin auf dem richtigen Weg. Das betonte heute der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

So habe eine Expertengruppe bislang 15 Leberprogramme kontrolliert. Die Prüfer befragen die Klinikvertreter dabei zur Indikation der Transplantation, zur Dialyse, zu möglichen Besonderheiten sowie zur Dokumentation der Krankenblätter und der Verlaufskontrolle vor der Meldung an Eurotransplant.

Sofern sich im Zuge einer Visitation Auffälligkeiten ergäben, die weitere Untersuchungen erforderten, komme in einem zweiten Schritt eine zweiköpfige Sonderprüfungsgruppe aus einem Arzt und einem Juristen zum Einsatz. „Ich kann mit gutem Gewissen sagen: Nie war die Transplantationsmedizin sicherer als heute“, so der BÄK-Präsident.

Die Techniker Krankenkasse (TK) informierte unterdessen darüber, dass die Informa­tions­kampagne der Bundesbürger über die Organspende erste Erfolge zeige. Die TK hatte als erste große Kasse ihre sieben Millionen Versicherten über 16 Jahre zum Jahresbeginn mit Informationsmaterial versorgt. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse haben nun 31 Prozent der TK-Versicherten einen Spendeausweis, aber nur 21 Prozent in Deutschland insgesamt.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnte allerdings vor voreiligen Erfolgsmeldungen beim Thema Organspende. Es gebe immer wieder große Unterschiede zwischen Umfragen und Realität, erklärte Vorstand Eugen Brysch gestern in Dortmund. In der Realität liege nur bei zehn Prozent der Organentnahmen das schriftliche Einverständnis des Spenders vor. „Mit Erfolgsmeldungen einer Millionen teuren Werbekampagne sollte die TK besser warten, bis die Ergebnisse im tatsächlichen Leben ankommen“, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

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