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Politik

Arzneimittelausgaben der KKH im Januar stark gestiegen

Mittwoch, 13. März 2013

Hannover – Nach dem Wegfall der Praxisgebühr lassen sich offenbar mehr Menschen in Niedersachsen Medikamente verschreiben. Die Kaufmännnische Krankenkasse in Hannover (KKH) habe im Januar einen Anstieg der Arzneimittelausgaben festgestellt, sagte KKH-Vorstandschef Ingo Kailuweit heute in Hannover.

Zusätzlich könne auch die beginnende Grippewelle für den Anstieg maßgeblich gewesen sein. Die Anzahl der ausgegebenen Rezepte habe um 17,8 Prozent über dem Vormonat gelegen. Im Vergleich zum Januar 2012 hätten die Ausgaben für Arzneimittel bei 66,5 Millionen Euro gelegen und seien um 8,6 Prozent gestiegen.

Kassenchef Kailuweit kritisierte die vom Bundeskabinett heute beschlossene Absenkung des Bundeszuschusses für den Gesundheitsfonds um 3,5 Milliarden Euro auf 10,5 Milliarden. Die derzeit komfortable Finanzsituation im Gesundheitswesen sei stark gefährdet, wenn der Anstieg der Arzneimittelausgaben anhalte. Krankenkassen und Gesundheitsfonds zusammen haben mit 28 Milliarden Euro derzeit so hohe Reserven wie nie zuvor.

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Auch die Opposition kritisierte die Kürzung von Zuschüssen an Rentenkasse und Gesundheitsfonds. „Die Sozialkassen werden für kurzfristigen Wahlkampfhaushalt geplündert“, kritisierte Schneider. Trittin sprach von „dreisten Griffen in die Taschen der Beitragszahler“. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler (FDP) wiesen den Vorwurf zurück. Angesichts der hohen Reserven sei es „richtig und angemessen“, die Zuschüsse zu begrenzen, sagte Schäuble. © dapd/aerzteblatt.de

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