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Deutsch-Chinesisches Zentrum für bio-inspirierte Materialien in Mainz

Donnerstag, 14. März 2013

Mainz – Ein „Deutsch-Chinesische Zentrum für bio-inspirierte Materialien/Joint Center“ hat Anfang März an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) in Mainz seine Arbeit aufgenommen. Deutsche und chinesische Wissenschaftler wollen darin im Bereich Regenerative Medizin eng zusammenarbeiten.

Hauptsächlich beschäftigen sich die im „Joint Center“ vereinten Wissenschaftler mit bio-inspirierten, also der Natur nachempfundenen Materialien, um daraus Knochenersatzmaterial und Medikamente gegen Osteoporose zu entwickeln. „Einigen Organismen aus der Tiefsee – wie etwa Schwämme – liegt ein Bauplan zugrunde, an dem wir uns orientieren, um Knochenersatzmaterial künstlich zu entwickeln.

Konkret wollen wir mit unseren chinesischen Partnern bio-inspirierte Gerüste aus Biosilikat im Labor herstellen, die als Basis für die Reparatur von Knochen fungieren“, erläutert der Molekularbiologe Werner Müller vom Institut für Physiologische Chemie.

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Nach Auffassung des Wissenschaftlichen Vorstands der Universitätsmedizin Mainz, Reinhard Urban, hat die Gründung des „German-Chinese Center for bio-inspired Materials” eine starke Signalwirkung. „Die Universitätsmedizin Mainz ist offen für unkonventionelle Wege und bereit, sich auf neue Perspektiven einzulassen“, sei die Botschaft.

Die Universitätsmedizin wies daraufhin, dass die Europäische Union das Projekt, mit fast zwei Millionen Euro fördere. Das „Joint Center“ ist auf zehn Jahre angelegt und hat seinen Standort im Institut für Physiologische Chemie und der Chinesischen Akademie der Geowissenschaften in Peking. © hil/aerzteblatt.de

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