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Ärzteschaft

KV Bayerns will Gewicht der Allgemeinmedizin im Studium stärken

Donnerstag, 14. März 2013

Wolfgang Krombholz ©Lopata

München – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns hat die medizinischen Fakul­täten aufgefordert, mehr Gewicht auf die Allgemeinmedizin zu legen. „Die Gründe, warum so viele Hausarztsitze unbesetzt bleiben, sind vielfältig. Einer ist, dass die Hausarztmedizin an den Universitäten nicht den Stellenwert bekommt, den sie im Versorgungsalltag inne hat“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Krombholz heute in München. Er wies darauf hin, dass es derzeit in Bayern rund 150 freie Hausarztsitze gebe, die trotz aller Bemühungen nicht besetzt werden könnten.

Der KV-Chef kritisierte, es gebe deutlich zu wenige Lehrstühle für Allgemeinmedizin. Bevor die KV zusammen mit der AOK Bayern zum Wintersemester 2009/2010 gemeinsam den Stiftungslehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Technischen Universität München eingerichtet habe, gab es in ganz Bayern keinen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin. Bis heute gebe es lediglich einen weiteren – an der Universität Erlangen.

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Krombholz warb dafür, die universitäre Ausbildung der Mediziner künftig stärker auf eine ärztliche Tätigkeit in der ambulanten Versorgung auszurichten. Die Primärversorgung in Hausarztpraxen sei mit klassischen klinischen Fächern nicht zu vergleichen. „Es gehört zum öffentlichen Auftrag der Hochschulen, die Versorgung – auch im ambulanten Bereich – mitzugestalten und den Nachwuchs auch für diese Aufgabe bestmöglich vorzubereiten“, so der KV-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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Loewenherz
am Donnerstag, 14. März 2013, 17:59

schön und gut...

und einmal wieder schwungvoll an der Realität vorbei. Nicht zu besetzende Stellen haben viel mit der lokoregionalen Lebensqualität und anderen Vorstellungen zu tun, einerseits, andererseits aber oftmals auch mit der Tatsache, dass es viele Praxen gibt, die vom Arbeitsaufwand und den Einkommensmöglichkeiten schlichtweg weniger interessant sind als andere.
Desweiteren, mal nebenbei gesprochen, besteht immer noch das finanzielle Problem der Weiterbildung: Bei meinen letzten Recherchen bezüglich der WB Allgemeinmeidzin (hier in der Gegend), hatte ich die Wahl: Weiterbildung Allgemeinmedizin, dann mit 10 Stunden (unbezahlt, ohne Urlaubsausgleich) pro Woche mehr als ggw. in meiner jetzigen Stelle an einer Klinik, bei einer Einbuße von knapp 600-1000€ netto (!!!) gegenüber meinem jetzigen Einkommen. Aber man versicherte mir, ich könnte ja KV Dienste übernehmen und mir so "etwas dazuverdienen".
Die Alternative dazu ist: gemütlich den allgemeinen Internisten weitermachen, und dann nach der Facharztweiterbildung überlegen ob ich mich weiter spezialisiere (+2 Jahre), oder als Allgemeininternist in die hausärztliche Versorgung.
Ich denke es hakt an anderen Stellen als unsere liebe KV das sieht. Die Weiterbildung Allgemeinmedizin, zumindest an meiner Universität (in Bayern nonetheless), war nicht schlecht einen Einblick konnte man durch ein verpflichtendes, 1-wöchiges Praktikum, durchaus gewinnen. (Schön waren die Arbeitszeiten der niedergelassenen Kollegen auf dem Land auf jeden Fall nicht).
Ob mehr Professuren für Allgemeinmedizin das zu ändern wissen? ... wir werden es sehen.
LNS

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