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Ausland

WHO: SARS ist noch nicht tot

Freitag, 15. März 2013

Kopenhagen/Berlin – Die Bilder aus Asien gingen um die Welt: Menschen schützen sich mit Masken vor der Infektionskrankheit SARS. Die Gefahr ist nach Einschätzung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) auch zehn Jahre nach dem großen Ausbruch in China präsent. Der Leiter der Europaabteilung der WHO für Übertragbare Krankheiten in Kopenhagen, Guénaël Rodier, sagte: „Wir können keinesfalls behaupten, dass nie wieder Menschen an SARS erkranken.“

Experten glaubten, dass der SARS auslösende Coronavirus weiter in Tierpopulationen existiert. Am 12. März 2003 hatte die WHO erstmals auf die Lungenkrankheit aufmerksam gemacht.

Rodier sagte: „Er lebt mutmaßlich noch in den Körpern von Fledermäusen, irgendwo in China. Der Virus könnte irgendwann auch erneut auf Menschen übertragen werden.“ Nach der großen Pandemie mit mehr als 900 Toten vor allem in China seien aber keine Krankheitsfälle bekannt geworden. Es wurden Rodier zufolge 14 Fälle eines neuartigen Coronavirus entdeckt, unter anderem bei Erkrankten in Saudi-Arabien. Die Fälle seien verwandt gewesen mit dem Coronavirus, der SARS ausgelöst habe. Doch dieser Virus sei nicht von Person zu Person übergesprungen.

Behörden besser vorbereitet
Sollte sich SARS erneut ausbreiten, wären die Behörden heute besser vorbereitet, ist sich Rodier sicher. Durch die Pandemie von damals wisse nun jeder, dass bei derartigen Krankheiten blitzschnell alle Länder in Alarmbereitschaft sein müssen: „Wir haben gesehen, dass sich Krankheiten innerhalb weniger Tage oder Wochen auf der ganzen Welt verbreiten können.“ Auch heute noch seien viele Kliniken selbst in den entwickelten Teilen der Welt unzureichend für Patienten mit ansteckenden Krankheiten ausgerüstet, beklagte der Infektionsexperte.

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SARS habe aber in weiten Teilen der Welt dazu geführt, dass Staaten auf dem Gebiet der Gesundheit nun enger zusammenarbeiteten. Dennoch gebe es Mängel bei der Kommunikation oder der Überwachung von Infektionen: „Viele Länder sind aber nicht so schnell, wie sie eigentlich sein sollten“, kritisierte Rodier. © dapd/aerzteblatt.de

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