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Ärzteschaft

KV Bayerns wehrt sich gegen Regresse

Montag, 18. März 2013

München – Gegen die Haftung der Ärzte für angeblich zu viele Verordnungen hat die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns protestiert. Die KV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) forderte am vergangenen Wochenende die Prüfgremien und insbesondere die Krankenkassen auf, die derzeitigen Wirtschaftlichkeitsprüfungen und die Regresse bei Arznei- und Hilfsmitteln einzustellen.

Vor „zu weitreichenden Eingriffen der Bundesebene“ auf die Honorarverhandlungen in den Ländern warnte der Vorstandsvorsitzende der KV, Wolfgang Krombholz, in seiner Rede auf der VV. Die jüngste Entscheidung des Landesschiedsamts habe gezeigt, dass „regionale Spielräume längst nicht so wie erhofft genutzt werden“, sagte er. Der Vorstand der KVB erwäge, die Schiedsamtsentscheidung juristisch überprüfen zu lassen.

Sie berücksichtige die Morbidität und die Kostenstruktur in den bayerischen Praxen nicht ausreichend, so Krombholz. Der KV-Vorsitzende ging in seiner Rede außerdem auf die geplante Weiterentwicklung des Erweiterten Bewertungsmaßstabs für Hausärzte ein. Ziel sei, das Spektrum der hausärztlichen Tätigkeit besser darzustellen, sagte er.

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Auf die Planungen des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses zur ambulanten spezial­fachärztlichen Versorgung ging der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV, Pedro Schmelz, ein. Diese würden wohl nicht vor Mitte 2014 umgesetzt, so seine Einschätzung. Schmelz betonte, dass die Politik für „gleich lange Spieße“ sorgen müsse und die Krankenhäuser nicht bevorzugen dürfe.

Die künftige Bedarfsplanung im psychotherapeutischen Bereich erläuterte die zweite stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV, Ilka Enger, in ihrem Vortrag. Anders als bei Haus- oder Fachärzten gäbe es in Bayern auch offiziell unterversorgte Planungs­bereiche. Mit der Umsetzung der neuen Bedarfsplanungsrichtlinie Anfang Juli könnten sich in ganz Bayern etliche neue Niederlassungsmöglichkeiten ergeben, so Enger. © hil/aerzteblatt.de

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