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Ärzteschaft

Kammer Hessen gegen Einflussnahme von Arbeitgebern in die Behandlung

Montag, 18. März 2013

Bad Nauheim – Arbeitgeber – zum Beispiel Klinikträger – dürfen keine Anweisungen treffen, die direkt in das Arzt-Patienten-Verhältnis eingreifen, gleichgültig, ob dieser Eingriff aus weltanschaulicher Sicht oder ökonomischen Gründen erfolgt. Das hat die Delegiertenversammlung der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen am vergangenen Wochenende in Bad Nauheim betont.

Hintergrund ist ein Vorfall vom Dezember 2012: Eine Notärztin in Köln hatte versucht, die Spurensicherung bei einem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer in einem katholischen Krankenhaus vornehmen zu lassen. Zwei katholische Kliniken verweigerten dies jedoch unter Hinweis auf ihre Ethikrichtlinien.

Im Hinblick auf die Situation vieler Krankenhäuser forderte das hessische Ärzteparlament das Land Hessen und die Bundesregierung außerdem dazu auf, dafür zu sorgen, dass Krankenhäuser unabhängig von ihrer Trägerschaft nicht defizitär arbeiten müssten. „Krankenhäuser sind keine Fabriken“, hieß es aus der Delegiertenversammlung. Die Behandlung von Patienten dürfe nicht ökonomischen Zwängen folgen. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #98372
Thelber
am Montag, 1. April 2013, 10:56

Öponomisch ==> ökonomisch

sorry für den Schreibfehler ...
Avatar #98372
Thelber
am Montag, 1. April 2013, 10:55

"Krankenbehandlung darf nicht öponomischen Zwängen ausgesetzt sein" ....

Eine hehre Forderung, die bei alllen Menschen stets gut ankommen wird.

Ob diese Forderung aber realistisch ist ? Schließlich kann jeder Staat, jedes Land nur eine bestimmte Anzahl an Tätigkeiten zeitgleich ausführen. Die Heilung bzw. Begleitung von kranken Menschen gehört hier ganz sicher dazu und hat einen wichtigen Stellenwert. Was nützt das einem Staat wie Zypern oder Griechenland, der kurz vor der Pleite steht ?
Es ist doch eine Banalität: Arme Staaten können ihre kranken Bürger ganz sicher nicht so gut behandeln wie reiche. Während wir Bundesbürger nicht wissen, wo wir noch überall hin fliegen sollen, um einen schönen Urlaub zu geniesen gibt es einige Regionen in der Welt, da kommen die Menschen nicht einmal ins nächste Krankenhaus oder zum nächsten Arzt, um die notwendigsten Schutzimpfungen durchführen lassen zu können.

Von (an Geld) armen Menschen werden (aus Verzweiflung) Organe gespendet gegen Geld - um überleben zu können !! Das ist die Realität !! Und hierzulande wird gejammert, wenn man wegen Schnupfen länger als eine halbe Stunde im Wartezimmer sitzen "muss" !!

Bei aller Nächstenliebe, der Egoismus ist hierzulande ein weit verbreitetes Übel !!
LNS

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