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Politik

Verbände plädieren für generalistische Pflegeausbildung

Mittwoch, 20. März 2013

Berlin – Die Ausbildungen in den Pflegeberufen wollen verschiedene Pflegeverbände in Deutschland zusammenführen. „Nur eine künftig generalistische Ausbildung wird dem neuen Versorgungsbedarf im demografischen Wandel gerecht“, hieß es von der Diakonie Deutschland und dem Deutschen Caritasverband.

Auch der Deutsche Pflegerat (DPR) befürwortet dies. „Wir setzen uns für eine genera­listische Ausbildung in der Pflege ein, die innerhalb der Europäischen Union zur automatischen Anerkennung berechtigt und eine Schwerpunktbildung zulässt“, hieß es aus dem DPR. Zugleich kritisierte der Verband: „Hätte die Bundesregierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag eingehalten, wäre die Generalistik bereits Gesetz.“

Laut DPR bevorzugen viele Arbeitgeber allerdings das bestehende Ausbildungsmodell, weil die Schüler dabei bereits intensiv mitarbeiteten. Sie seien nach der Ausbildung rasch in der Arbeitsroutine und sie hätten wenig berufliche Alternativen – „sie können also bei schlechten Rahmenbedingungen nicht so einfach aussteigen“, so der DPR.

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Jetzige Ausbildung nicht für demografischen Wandel geeignet
Diese Haltung stelle aber gesamtgesellschaftlich ein großes Risiko für die pflegerische Versorgung der Menschen in Deutschland dar. Der demografische Wandel werde die Versorgung bei Pflegebedürftigkeit und Krankheit massiv verändern. „Keine der drei heute bestehenden Ausbildungen nach Alten- beziehungsweise Krankenpflegegesetz ist entsprechend ausgestaltet“, kritisierte der Verband.

Die Sorge, es würde sich nach einer generalistischen Ausbildung niemand für die Altenhilfe entscheiden, ist nach Auffassung des DPR unbegründet, weil auch heute etwa ein Drittel der Pflegefachkräfte dort Krankenpfleger seien. Die Möglichkeit, in verschiedenen Lebensabschnitten oder im internationalen Kontext ohne Hürden in sehr unterschiedlichen Bereichen arbeiten zu können, mache die Attraktivität gerade der heutigen Gesundheits- und Krankenpflege aus, so der DPR. © hil/aerzteblatt.de

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