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Politik

Bundesregierung will Kampf gegen Tuberkulose intensivieren

Donnerstag, 21. März 2013

Berlin/Würzburg – Die Bundesregierung will sich weiter im weltweiten Kampf gegen die Tuberkulose engagieren. Die Krankheit könne noch in dieser Generation besiegt werden, wenn ausreichende Mittel zur Verfügung gestellt würden, sagte die Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Gudrun Kopp, heute in Berlin. Hoffnung mache dabei die Tatsache, dass die Rate der Neuerkrankungen seit Jahren sinke und zudem die Sterblichkeitsrate seit 1990 bereits um 41 Prozent gefallen sei.

Kopp warnte aus Anlass des Welt-Tuberkulose-Tages am Sonntag zugleich vor einem Nachlassen der Anstrengungen. „2011 wurden trotz sinkender Raten noch immer 5,8 Millionen neu diagnostizierte TB-Patienten registriert“, betonte sie. Besorgniserregend sei eine wachsende Zahl an Erkrankungen mit multiresistenter TB. Vor allem in Osteuropa und Zentralasien seien diese Erreger verbreitet.

Deutschland unterstützt laut Kopp vor allem Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan sowie Pakistan in ihren Anstrengungen zur Eindämmung dieser gefährlichen Infektionskrankheit. So seien in den vergangenen fünf Jahren in diesen Ländern rund 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden. Die Bundesrepublik konzentriert ihre Hilfen dabei auf den Aufbau nationaler Infrastrukturen zur Diagnostik und Behandlung von TB; die Gesundheitssysteme der Partnerländer sollten dadurch gestärkt werden.

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Auch die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) warnte vor einem Nachlassen im Kampf gegen die Krankheit. Die Tuberkulose sei weltweit noch lange nicht ausgerottet, erklärte das Hilfswerk in Würzburg.

1,42 Millionen Menschen starben 2011 an TB. Ohne Behandlung überlebe nur jeder zweite Erkrankte, sagte DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm. In den meisten Entwicklungsländern fehlten aber Labore, um Medikamente herzustellen und die multiresistenten Erreger zu diagnostizieren.

Die Standardbehandlung kostet laut DAHW im Durchschnitt 50 Euro pro Patient. In vielen Ländern müssten jedoch nicht nur neue Labore mit modernster Technik ausgerüstet, sondern auch die an der schweren Form erkrankten Personen versorgt werden. In den DAHW-Projekten haben 2011 nach eigenen Angaben rund 417.000 an Tuberkulose erkrankte Menschen Hilfe erhalten. Derzeit unterstützt das Hilfswerk 208 Projekte in 21 Ländern mit mehr als 9,7 Millionen Euro. © kna/aerzteblatt.de

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