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Ausland

EU-Behörde will Arzneimittelstudien komplett veröffentlichen

Freitag, 22. März 2013

Frankfurt/Main – Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will voraussichtlich ab Anfang 2014 alle von den Herstellern eingereichten Studiendaten von zugelassenen Medikamenten veröffentlichen, wie die Behörde auf ihrer Webseite mitteilt. Damit würde ein gut gehüteter Schatz der Pharmaindustrie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, schreibt die Frankfurter Rundschau vom Freitag. Die Hersteller reagierten entsetzt. Sie befürchten im schlimmsten Fall das Aus ihres Geschäftsmodells.

„Die Veröffentlichung von Zulassungsinformationen bedroht Forschungs- und Entwick­lungsinvestitionen in Milliardenhöhe“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, Henning Fahrenkamp, der Zeitung. Damit werde auch die Erforschung und Entwicklung neuer und innovativer Arzneimittel gefährdet. Zudem könnten die Pharmafirmen künftig auf die Zulassung von Arzneimitteln in der Europäischen Union verzichten. Damit würden Patienten von Innovationen abgeschnitten.

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium teilt mit, dass es „grundsätzlich das Anliegen unterstützt, größtmögliche Transparenz bei Studiendaten von klinischen Prüfungen herzustellen“. Die Herstellerverbände machen laut Zeitung aber Druck auf das Ministerium, damit es die Veröffentlichung der Studiendaten noch verhindert. Dem Bericht zufolge ich vor dem Europäischen Gerichtshof bereits eine Klage der Pharmaunternehmen Abbvie und Intermune anhängig. © dapd/aerzteblatt.de

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EgoMan
am Samstag, 23. März 2013, 16:32

Wer soll das denn glauben?

Zitat:
„Die Veröffentlichung von Zulassungsinformationen bedroht Forschungs- und Entwick­lungsinvestitionen in Milliardenhöhe“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, Henning Fahrenkamp, der Zeitung. Damit werde auch die Erforschung und Entwicklung neuer und innovativer Arzneimittel gefährdet. Zudem könnten die Pharmafirmen künftig auf die Zulassung von Arzneimitteln in der Europäischen Union verzichten. Damit würden Patienten von Innovationen abgeschnitten.
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Kommentar:
Als wenn die Pharmazeutische Industrie darauf verzichten würde, neu entwickelte Medikamente in Europa (insbesondere in Deutschland sehr hochpreisig) zu vertreiben. Wer glaubt das denn?

Ich halte die Veröffentlichung ALLER Studienergebnisse für unbedingt erforderlich. Bisher werden viel zu oft (Teil-)Ergebnisse zurück gehalten und nicht einmal den Kontrollbehörden übergeben. Zum Teil mit erheblichen Gefährdungen der betroffenen Patienten.

LNS

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