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Vermischtes

Festnahmen wegen Fälschung von Magenmedikament

Montag, 25. März 2013

Stuttgart – Zwei Männer sind mit einem schwunghaften Handel von gefälschten Magenmedikamenten aufgeflogen. Nach umfangreichen Ermittlungen nahmen die Ermittler der Kriminalpolizei in Hamburg die beiden Tatverdächtigen fest, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Regierungspräsidium Tübingen am Montag mitteilten. Der Zugriff erfolgte bereits am vergangenen Dienstag.

Den Tatverdächtigen werden Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz, gewerbs- und bandenmäßiger Betrug und Verstöße gegen das Markengesetz zur Last gelegt. Die Männer im Alter von 50 und 54 Jahren sollen seit etwa zwei Jahren den Wirkstoff des mit dem Protonenpumpenhemmers Omeprazol im Ausland bezogen und in gefälschten Packungen verschiedener Pharmaunternehmen über Großhändler bundesweit vertrieben haben.

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Nach Angaben der Behörden beläuft sich der Sachschaden auf über eine Million Euro. Die betroffenen Hersteller hätten zwischenzeitlich die Medikamente der gefälschten Chargen zurückgerufen. Von den in den Handel gebrachten Medikamenten gehe nach bisherigen Untersuchungen keine Gesundheitsgefahr aus.

Der Betrug war aufgeflogen, als Ende vergangenen Jahres erstmals gefälschte Packungen des Medikaments eines deutschen Pharmakonzerns aufgefallen waren, der daraufhin Strafanzeige erstattete. Anfang März durchsuchten Ermittler rund 40 Objekte bei Pharmagroßhändlern. So kamen die Fahnder den beiden aus Hamburg stammenden Tatverdächtigen auf die Spur.

Vor wenigen Tagen wurde den Angaben zufolge in Schleswig-Holstein auch eine von den Beschuldigten genutzte Lagerhalle ausfindig gemacht, in der sie die Medikamente verpackten und verschickten. Am Dienstag gab es deutschlandweit erneut Durchsuchungen. Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft unter anderem große Mengen Medikamente und Verpackungsmaterial sowie Geschäftsunterlagen beschlagnahmt. © dapd/aerzteblatt.de

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