NewsPolitikCDU kritisiert geplanten Stellenabbau an der Mainzer Uniklinik
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

CDU kritisiert geplanten Stellenabbau an der Mainzer Uniklinik

Dienstag, 26. März 2013

Mainz – Die rot-grüne Landesregierung in Rheinland-Pfalz und die oppositionelle CDU liegen sich wegen des geplanten Stellenabbaus an der Mainzer Universitätsmedizin in den Haaren. Nach Ansicht der CDU-Fraktion hat das Land kein zukunftsfähiges Strukturkonzept für die Uniklinik. Derweil ist das Wissenschaftsministerium die seiner Meinung nach unsachlichen Vorwürfe leid. Die Verantwortlichen von der Universitäts­medizin selbst äußerten sich am Dienstag nicht. Sie wollen ihren Wirtschaftsplan 2013 morgen vorstellen.

CDU-Wissenschaftsexpertin Dorothea Schäfer und ihr Parteikollege Gerd Schreiner kritisierten, als „chronisch unterfinanzierte Landestochter" schreibe die Einrichtung tiefrote Zahlen. „Wie die einzige Universitätsklinik in Rheinland-Pfalz jemals auf einen grünen Zweig kommen will, wenn man das eigentliche Kapital jedes Krankenhauses, die guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vergrault, das bleibt das Geheimnis der SPD-Wissenschaftsministerin Doris Ahnen", empörten sich die CDU-Abgeordneten.

Es sei unverantwortlich, jetzt auch noch 240 Stellen abbauen zu wollen. „Ein Krankenhaus braucht jede Hand: den Arzt und die Schwester genauso, wie den Laboranten und die Reinigungskraft”, betonten Schäfer und Schreiner.

Landesfinanzierung liegt im Bundesdurchschnitt
Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums ist das Land an der Uniklinik aus­schließlich für Lehre, Forschung und spezielle Investitionen wie Großgeräte zuständig. Dafür seien im vergangenen Jahr rund 93,5 Millionen Euro geflossen. Die Finanzierung liege im Bundesdurchschnitt und biete eine solide Grundlage für die exzellente For­schung. Trotz der schwierigen bundespolitischen Rahmenbedingungen, mit denen derzeit viele Unikliniken konfrontiert seien, leiste die Mainzer Einrichtung mit mehr als 7.000 Mitarbeitern hervorragende Arbeit.

Anzeige

Doch statt die Konsolidierungsanstrengungen des Klinikvorstandes zu würdigen, versuche die CDU „wie so oft in der letzten Zeit" der Landesregierung Versäumnisse vorzuwerfen, lautete die Ministeriumsreaktion. „Es ist verantwortungslos zu behaupten, dass die Universitätsmedizin kein Konzept habe." Am Mittwoch würden zahlreiche Schritte präsentiert, die das Wissenschaftsministerium auch ausdrücklich unterstütze. © dapd/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

1. Juli 2020
Frankfurt am Main – Der Marburger Bund (MB) und das Land Hessen haben sich nach langen und zähen Verhandlungen auf einen Tarifabschluss für die rund 2.200 Ärzte an den drei hessischen
Einigung bei Tarifgesprächen für hessische Universitätskliniken
29. Juni 2020
Rostock – Christian Schmidt ist nach der Einstellung des Ermittlungsverfahrens nach Vorwürfen um zweifelhafte Geschäftspraktiken heute wieder zum Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Rostock
Schmidt wieder Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock
29. Juni 2020
Hamburg – Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2019 rechnet das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in diesem Jahr mit einem wirtschaftlichen Einbruch. Aufgrund fehlender
Uniklinikum Hamburg-Eppendorf droht Fehlbetrag
29. Juni 2020
Berlin – Die Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit (SEEG) der Charité – Universitätsmedizin Berlin unterstützt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
Charité-Team hilft bei Coronaausbruch in Lateinamerika
24. Juni 2020
Göttingen – Neue Behandlungs- und Screeningstrategien für Vorhofflimmern, das durch Veränderungen im Skelett von Herzmuskelzellen hervorgerufen wird, suchen Wissenschaftler aus Göttingen und Amsterdam
Deutsch-Niederländisches Projekt für neue Strategien bei Vorhofflimmern
23. Juni 2020
Essen – Frühgeborene Kinder können künftig auch an der Uniklinik Essen schon von Geburt an mit Muttermilch versorgt werden. Möglich macht dies eine Muttermilchbank. Dort gelagerte Milch ist für
Uniklinik Essen richtet Muttermilchbank für Frühgeborene ein
18. Juni 2020
Tübingen – Die erste klinische Studie mit dem Coronaimpfstoffkandidaten von CureVac hat heute an der Uniklinik Tübingen begonnen. Die Studie an mehr als 100 Menschen im Alter von 18 bis 60 Jahren wird
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER