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Forscher in Mainz untersuchen Nanoteilchen

Mittwoch, 3. April 2013

Mainz – Forscher im sogenannten Mainz Screening Center (MSC) untersuchen die Möglichkeiten von sogenannten Nanoteilchen in der Medizin, aber auch die Gefähr­dungen, die von der Nanotechnologie möglicherweise ausgehen. „NanoScreen“ ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universitätsmedizin und des Instituts für Informatik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Nanotechnologie gilt als Wachstumsmarkt der Zukunft. Doch während das Potenzial bei medizinischen und alltäglichen Produkten enorm zu sein scheint, stehen die Winzlinge auch in der Kritik. „Ziel von NanoScreen ist, eine Technologieplattform aufzubauen, die es erlaubt, Auswirkungen von Nanomaterialien an Zellkulturmodellen menschlicher Hauptexpositionspfade wie der Lunge, des Blutsystems, des Magen-Darm-Trakts sowie der Haut unvoreingenommen, schnell und systematisch zu überprüfen“, erläutert Roland Stauber, Initiator und Leiter des MSC.

Zum Einsatz kommen dabei neue Mikroskopietechniken in Verbindung mit speziellen Robotersystemen. Sie machten es möglich, viele dieser Materialien automatisch und standardisiert zu testen. Die Wissenschaftler versprechen sich davon auch, Tierversuche zur Risikobewertung und Wirksamkeit nanobasierter Produkte und Medikamente zu reduzieren.

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„Wir wollen die Vorgänge verstehen, die die winzigen Teilchen auslösen, wenn sie auf Zellen treffen. Zudem wollen wir die von uns entwickelten Testsysteme lokalen Forschungsverbünden und der Industrie anbieten. Das macht den Wissen­schafts­standort Mainz auch für EU-Förderungen attraktiv“, so Stauber.

© hil/aerzteblatt.de

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