NewsPolitikMarburger Bund fordert Sicherstellungs­zuschläge für Kliniken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Marburger Bund fordert Sicherstellungs­zuschläge für Kliniken

Mittwoch, 3. April 2013

dpa

Berlin – Der Marburger Bund (MB) hat die zugesagte Finanzhilfe von 880 Millionen Euro für die Krankenhäuser in Deutschland begrüßt, gleichzeitig aber zusätzliche Hilfe für Universitätskliniken und andere Häuser gefordert, die besonders aufwendige und damit teure Fälle betreuen. „Das Fallpauschalensystem bei der Krankenhausfinanzierung ist zwar immer ausgeklügelter geworden, aber ein Teil der Leistungen wird nicht genau abgebildet“, sagte der Erste Vorsitzende des MB, Rudolf Henke.

Das Problem betreffe nicht nur Unikliniken, sondern auch einige kommunale, private und konfessionelle Kliniken. „Wenn wir mehr Geld bekommen könnten, sollte dies zusätzlich an die unterfinanzierten Maximalversorgungskliniken gehen“, so Henke. Einfacher sei es aber, wenn die Kassen dafür örtliche Sicherstellungszuschläge zahlen würden.

Anzeige

„Die Finanzierung über Fallpauschalen (DRG) allein wird der Hochleistungsmedizin nicht gerecht“, betont auch der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) heute in einem offenen Brief an das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium. „Wenige Kostenausreißer können selbst große Kliniken ins Verderben stürzen und wirtschaftlich arbeitenden

Das System funktioniere für 95 Prozent der Behandlungen gut und sei weit ausgereift. Innerhalb dieses Systems ließe sich jedoch das Problem der Kostenausreißer nicht beheben. Der VUD schlägt daher ebenfalls Zuschläge für besonders aufwendige Behandlungen vor.

Ablehnend reagierte darauf der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Die Höhe der Fallpauschalen werde jährlich neu anhand der tatsächlichen Kosten berechnet und mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft beschlossen, sagte deren Sprecher Florian Lanz. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER