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Ärzteschaft

Kammer Westfalen-Lippe will Weiterbildung von Fachärzten verbessern

Freitag, 5. April 2013

Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) macht sich für bessere Weiter­bildungsmöglichkeiten für Fachärzte stark. Sie sollen sich nicht nur im Krankenhaus, sondern verstärkt auch in der Praxis niedergelassener Ärzte weiterbilden können, so Kammerpräsident Theodor Windhorst.

„In der Weiterbildung zum Hausarzt ist es längst selbstverständlich, dass junge Ärzte nach einem Rotationsplan in beiden Versorgungsbereichen mit ihren jeweils besonderen Bedürfnissen der Patienten arbeiten“, sagte Windhorst. Das solle auch bei anderen Weiterbildungsgängen zum Facharzt unterstützt werden. Denn die Qualität der künftigen Gesundheitsversorgung hänge entscheidend von der Qualifikation der Ärzte ab. Wind­horst: „Von einer breiteren Weiterbildungsbasis profitieren die Patienten unmittel­bar.“ Noch fehle es jedoch vor allem an der Finanzierung solcher Weiterbildungs­möglichkeiten.

In diesem Zusammenhang verwies der Kammerpräsident auf ein „Rucksack-Modell“, bei dem jeder Arzt in Weiterbildung die individuellen Finanzmittel für seine jeweilige Weiterbildungs-stelle in Krankenhaus und Arztpraxis „mitnehmen“ kann. Dieses Geld müsse direkt aus dem Gesundheitsfonds kommen, um die Finanzierung unabhängig zu machen.

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Starre Abrechnungsmöglichkeiten behindern der ÄKWL zufolge aber bislang die Einrichtung ärztlicher Weiterbildungsstellen in der ambulanten Versorgung. „Es muss möglich sein, dass eine Praxis die gute Arbeit eines jungen Kollegen von den Krankenkassen auch entsprechend honoriert bekommt“, forderte Windhorst. Im Klinikbereich sei dies schließlich seit jeher eine Selbstverständlichkeit.

„Wie sollen wir junge Kollegen für eine Tätigkeit in der ambulanten Versorgung begeistern, wenn die Abrechnungsbürokratie dazu führt, dass ihnen der Einblick in dieses wichtige Arbeitsfeld bis zur eigenen Niederlassung verwehrt bleibt“, erklärte der Kammerpräsident. © hil/aerzteblatt.de

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