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Ärzteschaft

Sachsen: Drei von vier vermuteten Behandlungsfehlern unbegründet

Freitag, 5. April 2013

Dresden – In Sachsen waren 2012 drei von vier vermuteten Behandlungsfehlern unbegründet. Darauf hat die Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (SLÄK) in ihrem aktuellen Jahresbericht hingewiesen. Demnach standen den 266 näher untersuchten Fällen 69 festgestellte Behandlungsfehler gegenüber. Insgesamt gingen bei der Gutachterstelle im vergangenen Jahr 365 Anträge bei rund 32 Millionen Behandlungsfällen ein, so die SLÄK.

Im Vergleich zu 2011 (396 Anträge) reduzierte sich die Zahl der eingegangenen Anträge um 31. Dennoch wurden 13 Begutachtungen mehr wegen eines vermuteten Behand­lungs­fehlers eingeleitet. Dabei entfielen 195 auf den stationären Sektor, 16 auf Klinik­ambulanzen und 55 auf ambulante Praxen. 128 Begutachtungsverfahren stehen der SLÄK zufolge noch aus.

„Jeder Behandlungsfehler ist ein Fehler zu viel, denn hinter jedem Fehler steht auch ein Schicksal.“, sagte SLÄK-Präsident Jan Schulze. Er wertet die absolute Zahl der tatsäch­lichen Behandlungsfehler trotz der extrem beschleunigten Abläufe und der Arbeits­verdichtung in Krankenhäusern und Praxen sowie der zunehmenden Bürokratie im Gesundheitswesen als ein Indiz für die verantwortungsvolle Tätigkeit von Ärzten, Schwestern und Pflegekräften.

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Der Vorsitzende der Gutachterstelle, Rainer Kluge, betonte ebenfalls, „dass sich der steigende ökonomische Druck bisher noch nicht in den Zahlen der Gutachterstelle niedergeschlagen hat.“ © hil/aerzteblatt.de

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