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Medizin

Zu rasche und starke Blutdrucksenkung beim Diabetiker kann Nieren schädigen

Dienstag, 9. April 2013

Wiesbaden – Der Blutdruck sollte bei Diabetikern nicht zu stark und zu rasch gesenkt werden. Darauf hat Reinhard Brunkhorst, Hannover, bei der 119. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden hingewiesen. Während in früheren Jahren für Diabetiker die Blutdruckzielwerte < 130/80 mm Hg galten, seien diese Zielwerte in den Anfang 2013 von der American Diabetes Association für den systo­lischen Wert auf < 140 mm Hg nach oben korrigiert worden (Diabetes Care 2013; 36: Supplement).

„Dies wird auch in den deutschen Leitlinien entsprechend berücksichtigt“, sagte Brunk­horst. „Wir wissen heute, dass eine starke Blutdrucksenkung innerhalb kurzer Zeit schädlich für die Nieren sein kann und auf jeden Fall vermieden werden sollte“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie beim Internistenkongress.

Für bestimmte Patientengruppen wie junge Diabetiker oder zuckerkranke schwangere Frauen mit chronischem Bluthochdruck könne ein Zielwert für den systolischen Blutdruck von weniger als 130 mm Hg und weniger als 80 mm Hg diastolisch dann angestrebt werden, wenn die Risiken einer auf den Zielwert ausgerichteten Pharmakotherapie im angemessenen Verhältnis zu ihrem Nutzen stehe.

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„International ist man in diesem Punkt deutlich zurückhaltender geworden“, sagte Brunkhorst. Der Blutdruck sollte bei jedem Arztbesuch kontrolliert werden. Zusätzlich könnten Blutdruckmessungen im häuslichen Rahmen oder als ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung sinnvoll sein. © nsi/aerzteblatt.de

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