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Ärzteschaft

Gesundes Kinzigtal führt neue Software für Arztnetze ein

Mittwoch, 10. April 2013

Berlin – ­ Die CompuGroup Medical Deutschland AG und die OptiMedis AG haben eine neue Software für Arztnetze entwickelt. Sie umfasst vor allem eine elektronische Patien­tenakte, auf die alle Netzärzte zugreifen können, sowie digitale Behandlungspfade. Die CGM Net genannte Software soll ab Juni flächendeckend in dem baden-württem­bergischen Netz Gesundes Kinzigtal GmbH eingesetzt werden, das unter anderem von OptiMedis gegründet wurde.

„Wir haben im Kinzigtal schon mit vielen unterschiedlichen Lösungen gearbeitet, die jedoch alle für einen deutschlandweiten Einsatz nicht getaugt haben“, sagte OptiMedis-Vorstand und Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH Helmut Hildebrandt heute in Berlin. Die Software solle nun allen Arztnetzen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Sie ist in die Praxissoftware der CompuGroup integriert, kann über ein Modul aber auch in einer anderen Software genutzt werden.

„In der Patientenakte sind zum Beispiel Diagnosen, Befunde oder Medikationspläne enthalten“, sagte Florian Fuhrmann von der CompuGroup. „Die Informationen sollen für alle Netzärzte zu jedem Zeitpunkt vorliegen.“ Zudem könnten die vom Gesunden Kinzigtal entwickelten acht Behandlungspfade mit der Software koordiniert werden.

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Die Software soll zudem künftig die Möglichkeit enthalten, eine Onlinesprechstunde anzubieten, in der Patienten im Vorfeld einer Behandlung Fragen stellen können, sowie einen Onlineterminservice. Sie kostet im Grundmodul pro Arzt einmalig zwischen 600 und 700 Euro zuzüglich einer Softwarepflege von etwa 160 Euro im Jahr.

„Von den etwa 500 bis 600 Arztnetzen in Deutschland könnte für etwa zehn Prozent eine Volllösung von CGM Net interessant sein“, glaubt Fuhrmann. Für eine Teillösung, die reine Vernetzung, könnten vielleicht 200 Netze infrage kommen, ergänzte Hildebrandt.

Die Vernetzung niedergelassener Netzärzte soll jedoch erst der Anfang sein. In einem nächsten Schritt sollen auch Krankenhäuser sowie Pflegedienste oder Physiotherapeuten miteinbezogen werden. © fos/aerzteblatt.de

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