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Gute Noten für die Kindergesundheit in Deutschland – Problembereich Adipositas

Mittwoch, 10. April 2013

dpa

Berlin – Gute Noten für die Kindergesundheit hat das Kinderhilfswerk Unicef Deutschland in einer Vergleichsstudie zur Lage der Kinder in Industrieländern ausgestellt. In keinem der anderen 28 Länder habe sich danach der Anteil der Jugendlichen, die rauchen, in den vergangenen Jahren so deutlich reduziert wie in Deutschland. Mädchen und Jungen hierzulande konsumierten Alkohol und Cannabis deutlich seltener. Die bereits niedrige Zahl von Teenagerschwangerschaften sei noch weiter gesunken. „Vorbildlich ist zudem die besonders niedrige Gewaltbereitschaft“, so Unicef. Deutsche Kinder seien allerdings deutlich häufiger übergewichtig als früher.

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Die Vergleichsstudie zeigt laut Unicef, dass eine Gesellschaft Übergewicht bei Kindern erfolgreich entgegenwirken könne. In Belgien, Frankreich, Spanien und Großbritannien sank der Anteil übergewichtiger Jugendlicher zum Teil deutlich. Deutschland habe diese Trendwende noch nicht geschafft. Sport und Bewegung sowie ausgewogene Ernährung müssten hierzulande einen höheren Stellenwert erhalten. „Kindergärten und Schulen sollten dem gesundheitsorientierten Sportunterricht sowie gesunder Ernährung mehr Zeit einräumen“, so die Unicef-Empfehlung.

Nach der aktuellen internationalen Unicef-Vergleichsstudie zur Lage der Kinder in Industrie­ländern hat sich das Lebensumfeld für Kinder in Deutschland deutlich verbessert. Deutschland liegt auf Platz sechs von 29 Industrienationen, wenn Lebensbedingungen wie relative Armut, Gesundheit oder Bildung der jungen Generation bewertet werden.

Im Gegensatz dazu steht allerdings die subjektive Sicht der Jugendlichen in Deutschland auf ihre Lebenssituation. Bei der Selbsteinschätzung der Lebenszufriedenheit von Mädchen und Jungen fällt Deutschland tiefer ab als jedes andere untersuchte Land – auf Platz 22.

„Die deutschen Mädchen und Jungen stellen damit sich und ihrer Umgebung ein erschreckendes Zeugnis aus, das uns nachdenklich machen muss”, erklärte das Mitglied des deutschen UNICEF-Komitees, Hans Bertram. Die einseitige Konzentration auf Leistung und formalen Erfolg führe dazu, „dass sich viele Kinder und Jugendliche ausgeschlossen fühlen". © hil/aerzteblatt.de

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