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Vermischtes

Kampagne für mehr Organspenden startet diese Woche

Montag, 15. April 2013

Berlin/Köln – Mit einer gemeinsamen Aktion wollen die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für mehr Organspenden werben. Ab Mittwoch sollen dazu 100.000 Flyer in den bundesweit 640 Mitgliedskliniken ausliegen, für das Thema sensibilisieren und Gesprächs­mög­lichkeiten im Krankenhausumfeld aufzeigen, wie die Initiatoren am Montag in Berlin und Köln mitteilten. Damit reagieren sie auf die abnehmende Bereitschaft in der Bevölkerung zur Organspende nach den Betrugsskandalen in verschiedenen deutschen Transplantationszentren.

Die „erschütternden Vorkommnisse” rund um den Betrug mit Spenderorganen habe zu großem Misstrauen in der Bevölkerung geführt, heißt es. Auf der Warteliste für ein Organ stünden derzeit rund 12.000 potenzielle Organempfänger. „Drei von ihnen sterben jeden Tag.” Bisher habe nur jeder fünfte Bundesbürger einen Organspende­ausweis, betonte die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott. Jeder Mensch könne aber nach einem Unfall oder durch eine Krankheit selbst in die Situation kommen, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein.

Der Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbandes, Generalvikar Theo Paul, fügte hinzu, es solle jedoch niemandem ein schlechtes Gewissen gemacht werden, der nicht spenden wolle. „Wir wollen unsere Patienten und deren Angehörige mit dieser schwerwiegenden Entscheidung nicht alleine lassen und sie vorurteilsfrei informieren”, so Paul. „Das kann durch eine medizinische, seelsorgerische und ethische Beratung erfolgen.” Zugleich wollen sich die christlichen Krankenhäuser für neue Richtlinien und „zweifelsfreie Strukturen” in der Politik und den Fachgremien einsetzen. © kna/aerzteblatt.de

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