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Ausland

Weltweit jedes vierte Kind unterernährt

Montag, 15. April 2013

Köln - Jedes vierte Kind unter fünf Jahren weltweit leidet unter verstecktem Hunger. Das besagt der neue Unicef-Bericht zur Ernährungssituation von Kindern „Improving Child Nutrition. The achievable imperative for global progress“. Das Kinderhilfswerk hat ihn soeben auf der Internationalen Konferenz zu Hunger, Ernährung und Klimagerechtigkeit in Dublin vorgestellt.

Danach sind 165 Millionen Kinder als Folge von chronischer Unterernährung in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung beeinträchtigt. Die Kinder seien zu klein für ihr Alter, aber auch die Entwicklung des Gehirns und damit der kognitiven Fähigkeiten seien häufig für immer beeinträchtigt.

„Unterentwicklung vernichtet das Potenzial von Kindern und vereitelt Chancen für die Entwicklung eines Landes“, sagte Unicef-Exekutivdirektor Anthony Lake. Für jeden dritten Todesfall bei Kleinkindern sei Mangelernährung mitverantwortlich.

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Dem Bericht zufolge leben drei Viertel der unterentwickelten Kinder in Südasien oder im südlichen Afrika. Kinder aus armen Familien sind doppelt so häufig betroffen. Betroffene Kinder würden öfter krank und haben damit laut Unicef weniger Chancen, dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Sie verdienten im späteren Berufsleben durchschnittlich 22 Prozent weniger Geld als ihre Altersgenossen, die als Kind ausreichend ernährt wurden.

Der Unicef-Bericht zeigt aber auch, dass in den vergangenen Jahren Fortschritte im Kampf gegen Unterernährung erreicht wurden. In Indien leben mit 61 Millionen die meisten unterentwickelten Kinder, aber im Bundesstaat Maharaschtra sank der Anteil der betroffenen Kinder von 39 Prozent in den Jahren 2005 und 2006 auf 23 Prozent 2012. In Peru sank der Anteil zwischen 2006 und 2011 von 30 auf 20 Prozent, in Äthiopien von 57 Prozent (2000) auf 44 Prozent (2011).

Erfolgreich sind laut Unicef Länder, die gezielt in die Ernährung und Gesundheit von Müttern und Kindern investieren.

© hil/aerzteblatt.de

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