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Ausland

WHO-Expertenteam untersucht Vogelgrippe in China

Donnerstag, 18. April 2013

dpa

Peking/Manila – Ein internationales Expertenteam der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) will morgen mit Untersuchungen zur neuen Vogelgrippe H7N9 in China beginnen. „Sie werden Labore, Krankenhäuser und betroffene Gebiete besuchen“, sagte eine WHO-Sprecherin in Peking. Zu dem Team, das heute in Peking eintraf, gehörten auch chinesische Wissenschaftler. Für die Mission der Gruppe sei eine Woche vorgesehen.

Bereits vor der Ankunft der Experten hatte die WHO den Umgang Chinas mit dem neuen Vogelgrippevirus gelobt. Chinesische Behörden seien nach den Erfahrungen mit der Atemwegsseuche SARS vor zehn Jahren viel besser vorbereitet, urteilte WHO-Vertreter Henk Bekedam. „Allem voran gibt es heute ein System, dass bei ersten Symptomen Patienten auf den Erreger testet.“

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SARS habe auch geholfen, 2005 ein internationales Gesundheitsabkommen mit China und anderen Nachbarländern zu vereinbaren, ergänzte Bekedam. Es verpflichtet Regierungen, Infektionen mitzuteilen. Es weitet auch die Befugnisse der WHO aus, eigene Berater zu schicken. Die chinesische Regierung habe seitdem massiv in den Ausbau eines Überwachungssystems für den Ausbruch von Infektionskrankheiten investiert, berichtet der WHO-Vertreter. „Ich bin sehr ermutigt von der Reaktion auf H7N9“, sagte Bekedam.

Vor zehn Jahren hatten chinesische Behörden den SARS-Ausbruch erst öffentlich bestätigt, als bereits dutzende Patienten an dem Erreger gestorben und allein in der Hauptstadt Peking Hunderte infiziert waren. Weltweit starben mehr als 800 Menschen an der gefährlichen Lungenkrankheit, 8.000 infizierten sich.

Mit der neuen Vogelgrippe geht China nun anders um. Nahezu täglich berichten chinesische Behörden von der Sachlage. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist inzwischen auf mehr als 80 gestiegen – 17 Patienten starben bisher. Mehr als 1.000 Menschen stehen unter Beobachtung.

Für Bekedam gibt es noch einen weiteren Grund für den offeneren Umgang chinesischer Behörden mit dem neuen Virus: „Ich denke, dass es sich kein Land erlauben kann, dass solch ein Virus ausbricht und später auch in anderen Ländern landet. Das wäre eine große Blamage.“ © dpa/aerzteblatt.de

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