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Ärzteschaft

Ärztinnenbund bedauert Scheitern der Frauenquote im Bundestag

Freitag, 19. April 2013

Berlin – ­ Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, bedauert den Ausgang der Abstimmung im Deutschen Bundestag über die rot-grüne Initiative zur Einführung einer festen Frauenquote in Aufsichtsräten. Union und FDP hatten gestern den über den Bundesrat eingebrachten Antrag mit ihrer Mehrheit im Bundestag abgelehnt. Er sah vor, in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen eine Frauenquote einzuführen und diese stufenweise auf 40 Prozent zu erhöhen. Gegen ihn stimmten 320 Koalitionsabgeordnete, dafür waren 277, es gab eine Enthaltung.

Trotzdem hat die breite öffentliche Diskussion nach Ansicht der Ärztinnenbund-Präsi­dentin viel bewegt. „Wir bleiben dran“, erklärte Rapp-Engels gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Schließlich wolle man nicht  400 Jahre warten, bis in den Führungsetagen ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis herrsche. „Ohne Quote wird sich  nichts bewegen“, ist sie überzeugt.

Weltfrauentag: Zielmarke 40 Prozent

Köln –„Es ist Zeit etwas zu verändern! Wir fordern, dass mindestens 40 Prozent der Führungspositionen in der Medizin bis 2018 mit Frauen besetzt werden und zwar auf allen Hierarchiestufen.“ So fasst die Initiative „Pro Quote Medizin“ ihre Forderung auf der gleichnamigen Website zusammen.

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Der Deutsche Ärztinnenbund unterstützt die Aktion „ProQuote Medizin – mehr Frauen an die Spitze“. Diese fordert, mindestens 40 Prozent der Führungspositionen in der Medizin auf allen Hierarchiestufen bis 2018 mit Frauen zu besetzen. Am 4. März ging die Aktion mit der website www.pro-quote-medizin.de online. Zeitgleich wurde ein offener Brief an mehr als 600 Adressaten – Dekane und Krankenhausträger, Fachgesellschaften und Berufsverbände, Bundes- und Lan­des­ärz­te­kam­mern sowie den Bundesminister für Gesundheit verschickt. © ER/aerzteblatt.de

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