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Bluttransfusion im Mutterleib am Universitätsklinikum Jena

Freitag, 19. April 2013

Jena – Mediziner an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Jena (UKJ) haben erstmals in Thüringen einem ungeborenen Kind Blut übertragen. „Wäre die Blutarmut nicht behandelt worden, hätte das Ungeborene daran sterben können“, sagte Dietmar Schlembach von der Abteilung für Pränatale Diagnostik und Therapie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKJ.

Dem Kind und der Schwangeren gehe es gut. Die werdende Mutter habe sich in der ersten Schwangerschaftshälfte mit einem Virus infiziert, diese Infektion habe die Blutbildung ihres Kindes gehemmt. Die Frau könne die Schwangerschaft aber jetzt voraussichtlich bis zum geplanten Entbindungstermin fortsetzen, so Schlembach.Die Ärzte hatten die Nabelschnur punktiert und die notwendige Menge frischen Blutes verabreicht.

Bisher hätten Schwangere mit diesen Problemen bis in andere Bundesländer fahren müssen, da eine solche invasive vorgeburtliche Behandlung in Thüringen nicht möglich war, erläuterte Schlembach weiter. „Dass dieser Eingriff jetzt auch am Perinatalzentrum Jena durchgeführt werden kann, verbessert die Betreuung für Risikoschwangere in Thüringen deutlich“, freute sich Ekkehard Schleußner, Direktor der Abteilung Geburtshilfe am UKJ.

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Jährlich betreut das Team in der UKJ-Geburtshilfe rund 2.000 werdende Mütter, etwa 25 Prozent gelten als Risikoschwangere.

© hil/aerzteblatt.de

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