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Online-Deutschkurse für ausländische Mediziner

Freitag, 19. April 2013

Regensburg – Mit einem Online-Deutschkurs für ausländische Mediziner will die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) einen Teil im Kampf gegen den Fachkräftemangel im Gesund­heitswesen beisteuern. Der von der Universität Regensburg entwickelte Kurs ist speziell auf die Bedürfnisse von internationalen Medizin-Studierenden und von berufstätigen Medizinern aus dem Ausland zugeschnitten.

Der vhb zufolge sind viele Kliniken dringend auf die Anwerbung von Ärzten aus dem Ausland angewiesen. Gleichzeitig kämen immer mehr ausländische Studierende zum Medizinstudium nach Deutschland. Allerdings hätten etwa die ausländischen Studieren­den nicht selten geringe deutsche Sprachkenntnisse – insbesondere im fachlichen Bereich, so die vhb.

Ausländische Ärzte: Wie viel Deutsch braucht ein Arzt?

Die Landesinitiative NRW zur berufsbezogenen Deutsch-Förderung will die Kommunikationskompetenz ausländischer Ärzte verbessern. Das Interesse daran ist groß. Die Zahl ausländischer Ärzte in Deutschland steigt kontinuierlich. 24 595 ausländische Ärzte waren 2011 hierzulande tätig und damit 3 039 mehr als 2010. 

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Dies führe nicht nur zu Schwierigkeiten im Studium, sondern könne auch dramatische Folgen in der beruflichen Praxis haben. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Patientenschutz lassen sich rund 20 Prozent der Behandlungsfehler in Deutschland auf Kommunikationsprobleme und Sprachverwirrungen zurückführen.

Trotzdem gibt es laut vhb bislang nur wenige Angebote, die sich speziell an Medizin­studierende, Ärzte und medizinisches Personal aus dem Ausland richten und auf die spezifischen Kommunikationsbedürfnisse im Gesundheitswesen vorbereiten. Abhilfe soll das neue Onlineangebot schaffen.

Der Kurs „Deutsch als Fremdsprache für Mediziner“ besteht aus zwölf Modulen, die sowohl die sprachlichen Kompetenzen schulen, als auch interkulturelle und ethische Aspekte aufgreifen. Mit Hilfe von Lese-, Hör- und Schreibübungen können die Teilneh­mer zudem ihre landeskundlichen Kenntnisse und ihren medizinischen Fachwortschatz erweitern.

Neben einem speziell auf Studierende ausgerichteten Modul liegen die Schwerpunkte auf der Arzt-Patienten-Kommunikation und dem klinischen Alltag. So wird beispielsweise auf die besonderen Schwierigkeiten mit „laiensprachlichen“ Krankheitsbezeichnungen eingegangen. Die Kurs-Übungen basieren auf authentischem Material: Fallbeispiele, Vorlesungsmitschnitte, Experten-Interviews und Fachtexte sollen hier die Sprachfertig­keiten schulen.

Alle Teilnehmer können – je nach Interessenslage und Ausbildungsabschnitt – sechs Module selbst auswählen. Bei Bestehen der ebenfalls online durchgeführten Modultests erwerben sie einen Schein mit Leistungspunkten beziehungsweise eine Teilnahmebestätigung. © hil/aerzteblatt.de

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