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Politik

Bahr nennt Vergleichstest von Pflege-Tarifen „unseriös“

Freitag, 19. April 2013

Berlin – Ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) hat die Stiftung Warentest wegen ihres Vergleichs von Pflegetarifen kritisiert. Der Test sei „unseriös und unsachlich“, sagte Bahr der Zeitung Die Welt vom Samstag. Die Verbraucherexperten hatten von staatlich geförderten Pflegeversicherungen abgeraten, weil diese den Finanzbedarf im Pflegefall bei weitem nicht decken könnten.

Wer eine private Zusatzversicherung für den Pflegefall abschließt, bekommt seit Jahresbeginn unter bestimmten Voraussetzungen monatlich fünf Euro Zuschuss vom Staat für eine Pflege-Tagegeldversicherung. Die Regierung will mit dem sogenannten Pflege-Bahr mehr Anreize für die private Pflegevorsorge geben, weil die gesetzliche Pflegeversicherung im Ernstfall nur einen Teil der Kosten abdeckt.

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Bahr verwies darauf, dass die gesetzliche Pflegeversicherung eine Teilkosten­absicherung bleibe. Ein Eigenanteil müsse „aus Rente, Ersparnissen und der Pflegevorsorge getragen werden“. Bahr betonte, dass die geförderten Pflege-Tarife ein Einstieg in die private Vorsorge sein sollen. Es sei nicht sinnvoll, den kompletten Eigenanteil zu versichern. Dies würde „viel zu teuer, selbst in einer nicht geförderten Pflegezusatzversicherung“.  

Die Stiftung Warentest hatte insgesamt 23 Pflege-Tagegeldversicherungen ohne staatliche Förderung und 17 mit staatlicher Förderung untersucht. Trotz einiger Vorteile seien die geförderten Tarife nicht zu empfehlen, wenn es darum geht, die finanzielle Lücke zu schließen, so das Fazit der Verbraucherexperten. © afp/aerzteblatt.de

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