NewsPolitikForschungs­ministerium fördert individualisierte Medizin
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Forschungs­ministerium fördert individualisierte Medizin

Montag, 22. April 2013

Johanna Wanka dpa

Berlin – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will künftig die individualisierte Medizin stärker fördern. Bis zu 100 Millionen Euro wird es für For­schungs- und Entwicklungsprojekte dieser Art im Zeitraum von 2013 bis 2016 geben. „Die individualisierte Medizin ist eines der vielversprechendsten Felder unserer modernen Medizin und eine der zentralen Herausforderungen der Gesundheits­forschung", sagte Bun­des­for­schungs­minis­terin Johanna Wanka heute in Berlin. Sie stellte dabei den Aktionsplan „Individualisierte Medizin: Ein neuer Weg in Forschung und Gesundheitsversorgung” vor.

Der Aktionsplan ist Teil des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundes­regierung. Er besteht aus drei Säulen: Innerhalb der ersten Säule, „e:Med“, sollen die Lebens- und die Informationswissenschaften miteinander verbunden werden, um die computergestützte Archivierung, Analyse und Integration von Daten zu unterstützen.

Anzeige

In einer zweiten Säule sollen strategische Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft gefördert werden, um Forschungsergebnisse schnell in die klinische Praxis zu überführen. In einer dritten Säule werden Projekte gefördert, die sich mit den ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der innovativen Forschungs­ansätze beschäftigen.

Möglichst schnell sollen durch die Förderung die Fortschritte in der Erforschung von Krankheitsursachen und neue diagnostische Technologien jede Patientenuntergruppe und für jeden einzelnen Patienten erreichen. Dabei sollen sie das höchstmögliche Maß an therapeutischer Wirksamkeit erzielen und unerwünschte Nebenwirkungen vermindern.

Das BMBF will Projekte entlang der gesamten Innovationskette unterstützen. "Wenn wir die individualisierte Medizin für eine bessere Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger fördern wollen, ist interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung gefragt", erläuterte Wanka. „Dies muss von staatlicher Seite unterstützt werden“.

Als erste Maßnahmen des Aktionsplans kündigte die Bun­des­for­schungs­minis­terin den Start der Förderbekanntmachung „Innovationen für die individualisierte Medizin und des Ideenwettbewerbs Demonstratoren zur individualisierten Medizin" an. © ER/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. März 2020
Kiel – Eine personalisierte Therapie, welche die genetische Disposition der einzelnen Betroffenen besonders berücksichtigt, kann das Leben von Patienten mit bestimmten Darmkrebsformen verlängern. Das
Darmkrebs: Patienten profitieren von personalisierter Therapie
12. März 2020
Leipzig – An einem „digitalen Zwilling“ von Patienten arbeiten Wissenschaftlerr des Innovationszentrums für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS), Leipzig, in dem Forschungsprojekt „Modelle für die
Digitaler Zwilling soll Ärzte bei der Planung personalisierter Therapien unterstützen
2. Oktober 2019
Stuttgart – Bis zu drei Prozent der Menschen erkranken im Lauf ihres Lebens an einer Epilepsie. Für bestimmte Formen sind heute ursächliche Genmutationen bekannt. Diese Mutationen führen zur
Personalisierte Therapie bietet neue Ansätze für Epilepsiepatienten
1. Oktober 2019
Stuttgart – Für Patienten mit Glioblastom stehen erste personalisierte Behandlungsansätze zur Verfügung. So können Ärzte mit einem molekularen Marker im Vorfeld prüfen, ob Patienten besser von einer
Neurologen erproben personalisierte Therapien bei Glioblastom
22. Juli 2019
Tübingen/Stuttgart – Die baden-württembergischen Landesregierung will die personalisierte Medizin weiter ausbauen. Sie hat dafür den Auf- beziehungsweise Ausbau von „Zentren für personalisierte
Baden-Württemberg bekommt vier Zentren für personalisierte Medizin
15. April 2019
Ingelheim – Der Fokus der Medizin wird künftig nach Einschätzung der neuen Deutschlandchefin von Boehringer Ingelheim auf individualisierten Therapien liegen. Der Trend gehe in Richtung
Boehringer-Managerin: Zeit der großen „Blockbuster“ vorbei
18. Februar 2019
Mainz – Ehrgeizige Ziele für das neue Helmholtz-Institut für Translationale Onkologie (HI-TRON Mainz) verfolgen die Kooperationspartner den Zentrums, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ)
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER