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Ärzteschaft

Hessischer Ärztetag: Zukunft des Gesundheitswesens im Fokus

Montag, 22. April 2013

Frankfurt/M. – Über die Finanzierung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung stritten die Referenten auf dem Hessischen Ärztetag am vergangenen Wochenende in Frankfurt. Klaus-Wolfgang Richter, Vorsitzender der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Hessen, betonte, dass die Bürgerversicherung keine Verbesserung der medizinischen Versorgung und keine Senkung der Beiträge nach sich ziehen: „Das Ende der PKV würde für viele Vertrags­ärzte das Aus bedeuten“, warnte Richter.

Susanne Johna, Marburger Bund, ging auf die Reformskizze der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) für eine Finanzreform der Kran­ken­ver­siche­rung ein. Das BÄK-Modell „Anforderungen zur Weiterentwicklung des dualen Kran­ken­ver­siche­rungssystems in Deutschland“, mit dem sich der 116. Deutsche Ärztetag in Hannover beschäftigen werde, plädiere für einen Wettbewerb von gesetzlicher und privater Kran­ken­ver­siche­rung und für eine Finanzautonomie der gesetzlichen Krankenkassen. Der derzeitige Versichertenanteil solle zu einem festen, einkommensabhängigen und von den Kassen festzulegenden Gesundheitsbeitrag weiterentwickelt werden.

Monika Buchalik, Präsidiumsmitglied der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen, unterstrich, dass Ärzte keinen Unterschied zwischen gesetzlich und privat versicherten Patienten machen. Das wahre Problem unsere Zeit liege nicht in der Frage Bürgerversicherung oder duales System, sondern im Ärztemangel, der unweigerlich auf die Gesellschaft zukäme. Die Politik solle sich um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Ärzten, eine ange­messene Vergütung und bessere Weiterbildungsbedingungen kümmern.

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„Eine vernünftige Weiterbildung ist notwendig für eine ausreichende Versorgung“, betonte auch der hessische Kammerpräsident Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Die in Hessen ins Leben gerufene Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin können ein Vorbild auch für andere Fachrichtungen sein.

„Das Honorar ist nicht das einzige, das zur Zufriedenheit von Ärztinnen und Ärzten führt, stellte von Knoblauch zu Hatzbach abschließend in der Diskussionsrunde fest. Dennoch sei eine gerechte, faire Honorierung notwendig. „Es ist notwendig, die GOÄ beizu­behalten, aber sie muss den Bedingungen angepasst werden“, forderte der Kammerpräsident.

© hil/aerzteblatt.de

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