NewsAuslandKritik an angeblichem deutsch-polnischen Embryonenhandel
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Kritik an angeblichem deutsch-polnischen Embryonenhandel

Montag, 22. April 2013

Warschau – Polens Justizminister Jaroslaw Gowin beschuldigt eine polnische Privatklinik des Handels mit menschlichen Embryonen. Die Embryonen seien für wissenschaftliche Experimente, die in der Regel zum Tod geführt hätten, nach Deutschland verkauft worden, zitierte die Tageszeitung Gazeta Wyborcza vom Montag den Politiker.

Die Staatsanwaltschaft in Poznan (Posen) prüft derzeit den Fall. Die Klinik Lexum in der westpolnischen Stadt hatte laut Medienberichten selbst Strafanzeige erstattet, weil unter der früheren Klinikleitung möglicherweise durch künstliche Befruchtung erzeugte Embry­onen zerstört worden seien. Polens Regierungssprecher Pawel Gras distanzierte sich von Gowins Vorwürfen. Er halte dies für „wenig wahrscheinlich oder sogar ausge­schlossen“, sagte er dem polnischen Radiosender „RMF FM“.

In Polen gibt es anders als in Deutschland kein Embryonenschutzgesetz. Experten bezweifeln deshalb ein Einschreiten der Justiz angesichts der aktuellen Vorwürfe. In Deutschland ist jede Forschung verboten, die menschliche Embryonen zerstört.

Anzeige

Künstliche Befruchtung wird in Polen seit 25 Jahren ohne Einschränkungen praktiziert. Ab Juli will die Regierung Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch drei Viertel der Kosten für In-vitro-Behandlungen erstatten. Bisher müssen Paare sie aus eigener Tasche bezahlen. Nur die Stadtverwaltung von Czestochowa (Tschenstochau) bezahlt bislang künstliche Befruchtungen. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. März 2019
Sydney – Der eingefrorene Samen von Merinoschafböcken ist auch nach 50 Jahren noch nutzbar. Das fanden Forscher in Australien heraus, die 56 Merinoschafe mit Sperma aus dem Jahr 1968 besamten. 34 der
Spermien schwängern Schafe nach 50 Jahren
15. März 2019
München – Die Präimplantationsdiagnostik (PID) in Bayern bleibt weiter nur unter besonderen Bedingungen zulässig. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschied in einem heute veröffentlichten Urteil
Gericht setzt weiter große Hürden bei Präimplantationsdiagnostik
15. März 2019
Versailles/Paris – In Frankreich muss ein Provider für eine Internetseite Strafe bezahlen, die Kontakte zu Leihmüttern vermittelt hat. „Das ist ein sehr wichtiges Signal an Provider, die die
Provider wird für Kontaktvermittlung zu Leihmüttern bestraft
14. März 2019
Frankfurt am Main – Ein von einer Leihmutter ausgetragenes Kind darf von seiner genetischen Mutter adoptiert werden. Wie aus einem gestern veröffentlichten Beschluss (Az.: 1 UF 71/18) des
Frau darf Kind von ukrainischer Leihmutter adoptieren
6. März 2019
Frankfurt am Main – Der FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae hat sich für liberale Regeln in mehreren Lebensbereichen ausgesprochen. Unter der Überschrift „Selbstbestimmung von der Wiege bis ins Grab“
FDP-Vorstoß für liberale Regeln zu Leihmüttern und Sterbehilfe
6. Februar 2019
Montreal – Frauen, die mithilfe einer In-vitro-Fertilisation (IFV) schwanger werden, haben einer Kohortenstudie im Canadian Medical Association Journal (2019; 191: E118-E127) zufolge ein erhöhtes
Schwere Schwangerschaftskomplikationen nach künstlicher Befruchtung häufiger
30. Januar 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will eine Kostenübernahme der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID) durch die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) nun doch ausführlicher
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER