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Medizin

Schon wenige tägliche Zigaretten erhöhen Rheumarisiko

Montag, 22. April 2013

dpa

Stockholm – Schon wenige tägliche Zigaretten verdoppeln das Risiko auf eine rheuma­toide Arthritis, das in einer neuen prospektiven Beobachtungsstudie in Arthritis Research & Therapy (2013, 15: R56) selbst 15 Jahre nach dem Raucherstopp noch erhöht war.

Ein erhöhtes Risiko auf eine Rheumaerkrankung war bereits in früheren Fall-Kontroll-Studien und einzelnen Kohortenstudien aufgefallen. Die Studien hatten sich allerdings auf den Raucherstatus und die Anzahl der “Pack-Years“ konzentriert. Die schwedische Mammographie Kohorte, die 34.000 Frauen im Alter von 54 und 89 Jahren umfasst, ermöglicht aufgrund ihrer Größe und den in Skandinavien aufgrund der zentralen Identifikationnummer der Einwohner einfachenn Abgleichung mit anderen Registern eine wesentlich genauere Auswertung.

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Darin kommen Daniela di Giuseppe vom Karolinska Institut in Stockholm und Mitarbeiter zu dem Ergebnis, dass bereits 1 bis 7 Zigaretten am Tag das Risiko auf eine rheuma­toide Arthritis um den Faktor 2,31 (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,59-3,36) erhöhen. Das Risiko steigt mit der Dauer des Rauchens. Frauen, die 25 Jahre rauchten hatten ein 60 Prozent höheres Risiko als Frauen, die vor weniger als einem Jahr damit begonnen hatten (RR 1,60; 1,07-2,38).

Nach dem Raucherstopp nimmt das Risiko nur langsam ab. Auch 15 Jahre nach der letzten Zigarette war das Risiko erst um 30 Prozent gesunken. Für di Giuseppe lautet die Botschaft an die Frauen, das Rauchen so früh wie möglich zu beenden oder besser erst gar nicht damit zu beginnen. Auf welche Weise Rauchen das Rheumarisiko erhöht, ist übrigens nicht bekannt. Experten vermuten eine Schädigung des Immunsystems. © rme/aerzteblatt.de

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