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Bundesregierung hält vorerst an Tamiflu fest

Dienstag, 23. April 2013

Berlin – Trotz seiner umstrittenen Wirksamkeit will die Bundesregierung das  Grippe­medikament Tamiflu auch künftig zur Vorbeugung von Grippepandemien bevorraten. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung zu einer Kleinen Anfrage der Fraktion „Die Linke“ hervor.

Linken-Abgeordnete Inge Höger hatte in der vergangenen Woche kritisiert, dass sich das deutsche Parlament bislang nicht mit den saisonalen und pandemischen Influenza-Impfungen und der Wirksamkeit von antiviralen Medikamenten befasst habe, „obwohl auf internationaler Ebene seit geraumer Zeit die Evidenzbasis der Grippewarnungen wissenschaftlich debattiert werde.

Zudem verwies Höger auf wissenschaftliche Publikationen der Cochrane Collaboration Respiratory Group, die „keine stichhaltigen Beweise“ für eine Wirksamkeit von Tamiflu nachweisen konnte. Die Bundesregierung erklärte dazu, dass laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Ergebnisse der Cochrane-Studie keinen Einfluss auf die positive Nutzen-/Risikobewertung des Medikaments hätten.

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„Vor diesem Hintergrund sind die Kriterien, die zur Auswahl des Arzneimittels Tamiflu für einen Einsatz im Rahmen einer Pandemie geführt haben, nach wie vor als unverändert anzusehen“, betonte Ulrike Flach (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. © hil/aerzteblatt.de

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