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Internationale Gesundheitsbranche erwartet nicht viel von deutschen Reformen

Dienstag, 23. April 2013

Düsseldorf/München – Die Reformen des deutschen Gesundheitswesens zielen vorrangig auf Kostensenkung ab, nicht auf eine Vergrößerung des Marktpotenzials. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Deloitte in einer aktuellen Studie zu aktuellen Gesundheitsreformen in Deutschland, Brasilien und China. 

Demnach erwarten sich die rund 300 befragten Pharmazeuten, Medizintechnikhersteller, Dienstleister und Biotechnologie-Unternehmen von den deutschen Reformen nur wenige Vorteile. Nur knapp ein Drittel der Befragten (28 Prozent) nutzten die Reformmaßnahmen zur Stärkung ihrer Sales-Aktivitäten, ebenso wenig (27 Prozent) glauben, nun ein brei­teres Kundenspektrum zu erreichen.

Negative Folge der Reformen sei, dass eine lukrative Preisgestaltung erschwert werde. Dennoch wollen in den nächsten drei Jahren fast 40 Prozent der Teilnehmer mehr Zulassungen für neue Produkte beantragen, immerhin ein Fünftel aber will die Produk­tion in Deutschland reduzieren.

Erwartungsgemäß werden im Vergleich bei den brasilianischen und chinesischen Healthcare-Märkten die Chancen generell größer und die Negativauswirkungen geringer eingeschätzt als in Deutschland. So sollen dort die Reformen auch Anlass geben, die Innovationsrate zu steigern und den verschiedenen Gruppierungen den Marktzugang zu erleichtern. Insgesamt wollen die Unternehmen ihre Aktivitäten in China und Brasilien stärker ausweiten.

„Die teilweise einschneidenden Reformen haben vor allem die Marktführer dazu bewegt, ihre Innovationsprozesse und Vertriebsaktivitäten umzugestalten“, resümiert Gregor-Konstantin Elbel, Leiter Life Sciences & Health Care bei Deloitte. Nach Segmenten könnten vor allem Generikahersteller und Kostenträger im Gesundheitswesen auf mehr Einfluss hoffen, während bei Pharmaherstellern die Sorge vor Einflussverlust auf relevante Prozesse überwiege. © hil/aerzteblatt.de

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