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Politik

PKV: Weniger Vollversicherte, aber mehr Zusatzversicherungen

Mittwoch, 24. April 2013

Berlin – Die Private Krankenversicherung (PKV) hatte 2012 rund 20.100 Vollversicherte weniger als 2011. Gleichzeitig ist die Zahl der Zusatzversicherungen angestiegen. Das berichtete der PKV-Verband bei der Vorstellung der vorläufigen Branchenzahlen für das Geschäftsjahr 2012 heute in Berlin.

Der Grund für den Rückgang sind laut dem Vorsitzenden des Verbandes, Reinhold Schulte, Sondereffekte: So sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt auf den höchsten Stand seit über zehn Jahren gestiegen. Viele privatversicherte Kleinselbstständige, die in ein Arbeitnehmerverhältnis gewechselt seien, mussten damit zwangsweise in die Gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. Außerdem hätten viele Kunden wegen der neuen Unisex-Tarife zum Jahresende gezögert, sich privat zu versichern.

Mehr Zusatzversicherungen
Bei den privaten Pflegezusatzversicherungen gab es dagegen ein Plus von 16,3 Prozent auf 2,2 Millionen Versicherungen deutschlandweit. „Die Debatte um die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung hat vielen Bürgern die Augen dafür geöffnet, dass ihnen ohne zusätzliche private Vorsorge im Pflegefall die finanzielle Überforderung droht“, sagte Schulte. Er begrüßte, dass der Staat die Bürger seit diesem Jahr beim Aufbau einer privaten Pflegevorsorge unterstützt.

Erfolgreich waren auch die übrigen privaten Zusatzversicherungen: Ihre Zahl stieg 2012 um 573.000 Verträge auf insgesamt 23,07 Millionen Zusatzversicherungen, das ist ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ausgabeplus von 2,3 Prozent
Die Versicherungsleistungen in der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung sind im vergangenen Jahr laut dem Bericht um 2,3 Prozent auf insgesamt 23,3 Milliarden Euro gestiegen. Parallel erhöhten sich die Beiträge um 2,9 Prozent auf insgesamt 35,7 Milliarden Euro. Dabei verringerten sich die Einnahmen in der Pflegepflichtversicherung dank einer Beitragssenkung um 5,0 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro.

© hil/aerzteblatt.de

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