NewsVermischtesNeue Datenbank zu Lieferengpässen bei Arzneimitteln
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Neue Datenbank zu Lieferengpässen bei Arzneimitteln

Donnerstag, 25. April 2013

Berlin – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stellt ab morgen ein Register über Lieferengpässe bei Arzneimitteln öffentlich zur Verfügung. Ziel ist, Ärzten und Apothekern durch rechtzeitige Informationen bei Lieferenpässen die Möglichkeit zu geben, alternative Therapien zu planen.

Im Register werden nicht alle Arzneimittel aufgeführt, sondern nun Onkologika, Antibiotika, Notfallarzneimitteln und Medikamente, die im Zusammenhang mit Operationen nötig sind. Als Lieferengpass gilt dabei eine voraussichtlich über zwei Wochen hinausgehende Unterbrechung der Arzneimittelauslieferung.

Die pharmazeutischen Unternehmer und Großhändler haben nach Paragraf 52b des Arzneimittelgesetzes den gesetzlichen Auftrag, eine angemessene und kontinuierliche Bereitstellung von Arzneimitteln sicherzustellen. Sie sind jetzt – zunächst auf freiwilliger Basis – aufgefordert, Informationen über Lieferengpässe mitzuteilen.

Anzeige

Das BfArM hatte nach mehreren Gesprächen mit Vertretern der pharmazeutischen Unternehmen, des Großhandels sowie der Ärzte- und Apothekerschaft beschlossen, das Register einzurichten. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat sich in diesem Jahr bereits für Maßnahmen gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln eingesetzt.

Ein ähnliches Register der amerikanischen Gesundheitsbehörde konnte in den USA dazu beitragen, die Versorgungsengpässe deutlich zu reduzieren. In Deutschland werden im Durchschnitt 4,5 Millionen Arzneimittelpackungen pro Tag abgegeben. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. August 2020
Frankfurt – Der Umsatz mit antineoplastischen Arzneimitteln ist in Deutschland im Fünf-Jahres-Zeitraum von 2015 bis Ende 2019 um 84 Prozent gestiegen. Das geht aus einer neuen Analyse des
Umsatz bei Antikrebsmitteln in fünf Jahren um 84 Prozent gestiegen
6. August 2020
Köln – Der neu gegründete Beirat beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Ende Juli seine Arbeit aufgenommen. Zu seinen ersten Aufgaben zählt die Definition des durch das
Lieferengpässe: BfArM-Beirat nimmt Arbeit auf
13. Juli 2020
Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) tritt dafür ein, medizinische Güter, die zur Pandemiebekämpfung nötig sind, in Deutschland und Europa herzustellen. „Es darf nie wieder vorkommen, dass in einer
BÄK plädiert für europäische Produktion von Schutzausrüstung und Medikamenten
3. Juli 2020
Berlin – Die Europäische Union (EU) will künftig Arzneimittelengpässen besser vorbeugen. Noch während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wollen die EU-Kommission und das EU-Parlament dafür jeweils
EU Kommission und Parlament schmieden Pläne gegen Arzneimittelengpässe
29. Juni 2020
Berlin – Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) spricht sich für Änderungen an der Verordnung zur Erhöhung der Bevorratung mit Arzneimitteln zur intensivmedizinischen Versorgung
Intensivmedizinische Arzneimittelvorräte: Krankenhausapotheker für Ausweitung
16. Juni 2020
Berlin – Die Krankenhäuser sollen verpflichtet werden, ihre Vorräte an bestimmten Medikamenten zu vergrößern. Laut einem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zu einer
Krankenhäuser sollen intensivmedizinische Arzneimittelvorräte aufstocken
18. Mai 2020
Mannheim – Die Herstellung von Wirkstoffen für Medikamente an wenigen Orten außerhalb Europas macht dem Gesundheitsdienstleister Phoenix zu schaffen. „Die Medikamentenverfügbarkeit beschäftigt uns
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER