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Jugendliche sind Vorsorge-Muffel

Freitag, 26. April 2013

Berlin – Viele Jugendliche nehmen das Thema Gesundheitsvorsorge nicht so ernst. Das geht aus einer Analyse von Wissenschaftlern des Versorgungsatlasses hervor. Demnach nehmen nur 43 Prozent aller Jugendlichen an der Gesundheitsuntersuchung J1 teil.

Die Studie ergab allerdings auch gravierende regionale Unterschiede: Während in manchen Regionen nur jeder fünfte Jugendliche das Angebot in Anspruch nimmt, glänzen andere mit Teilnehmerraten knapp unter 70 Prozent. „Die Rate in unserer Studie liegt zwar über jenen anderer Untersuchungen“, erklärte Sandra Mangiapane, Leiterin des Versorgungsatlasses, „gleichwohl muss alles getan werden, um mehr Jugendliche zur Teilnahme zu motivieren.“

Dass dieses möglich sei, belegten die deutlichen regionalen Unterschiede sowohl auf der Ebene der Bundesländer als auch auf Kreisebene, so Mangiapane. So führt der Stadtstaat Bremen der Studie zufolge mit einer Teilnahmerate von 52 Prozent das Ranking der Bundesländer an. „Diese überdurchschnittlich hohen Teilnahmeraten könnten mit der verstärkten Aktivität des Gesundheitsdienstes in Bremer Schulen in Beziehung stehen“, vermuten die Experten vom Versorgungsatlas.

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Der Spitzenreiter auf Kreisebene liegt laut Analyse in Nordrhein-Westfalen: Im Landkreis Mettmann nehmen 69,7 Prozent der Jugendlichen an der Untersuchung teil. Die Nach­frage der Experten vom Versorgungsatlas vor Ort ergab: Die Gesundheitsbehörden laden nicht nur die Eltern, sondern auch die Jugendlichen selbst persönlich ein. „Diese direkte und persönliche Ansprache und damit Wertschätzung scheint bei den jungen Leuten gut anzukommen“, verwies Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der Kassen­ärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Der Versorgungsatlas ist eine Einrichtung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI). Er bietet öffentlich zugänglich Informationen zur medizinischen Versorgung in Deutschland. Die Analysen der Wissenschaftler des Versorgungsatlasses basieren auf den bundesweiten Abrechnungsdaten der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland. © hil/aerzteblatt.de

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