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Ärzteschaft

Anästhesisten setzten auf Peer Review Verfahren

Freitag, 26. April 2013

Berlin – Die Mitglieder des Anästhesie-Netzes Berlin-Brandenburg (ANBB) wollen für ihre Praxen ein Peer Review Verfahren für die Qualitätssicherung einführen. „Unter Peer Reviews versteht man in der Medizin gegenseitige Besuche von Kollegen, bei denen der Reviewer Behandlungsabläufe sämtliche Prozesse in der besuchten Einrichtung systematisch unter die Lupe genommen werden“, erläutert Matthias Jahnke vom ANBB.

Derzeit arbeiten die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Peer Reviews in ambulanten Anäs­thesie­praxen“ an einem Handbuch, das die Struktur und die Inhalte des Verfahrens festlegen und zur Schulung dienen soll. „Peer Reviews sind keine klassische Prüfsitu­ation, sondern ein kollegiales und vertrauensvolles Gespräch auf Augenhöhe“, sagte Jörg Karst, Gründungsmitglied des bundesweiten Anästhesie-Netz Deutschland e. V. (AND) und ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe. Die Bereitschaft, an einzelnen Schwach­punkten zu arbeiten, sei dabei viel größer als bei anderen Verfahren.

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Bis September 2013 sollen die Ergebnisse erster Peer Reviews in Pilotpraxen ausgewertet sein, im Frühjahr 2014 soll das Projekt flächendeckend starten. Die Bundes­ärzte­kammer, die Berliner Ärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) unterstützen das Projekt, das auch wissenschaftlich begleitet wird.

Die Bundes­ärzte­kammer fördert das Peer-Review ebenfalls. Anfang April stellte sie die neue Ausgabe ihres Curriculums vor, nach der Ärzte sich zu sogenannten Peers fortbilden können. © hil/aerzteblatt.de

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