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Medizin

Kopfschmerz in der Stadt häufiger als auf dem Land

Dienstag, 30. April 2013

dpa

München – Menschen, die in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern leben, leiden häufiger unter Kopfschmerzen als Menschen, die auf dem Land leben. Das berichtet die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Sie bezieht sich dabei auf eine Langzeiterhebung der Firma Boehringer, deren Ergebnisse in Zusammenarbeit mit der DMKG ausgewertet und im Journal of Headache and Pain veröffentlicht wurden (2013; 14:11).

„Stress gilt als einer der häufigsten Auslöser für Kopfschmerzen. Immer häufiger wird diskutiert, ob uns unser Lebensstil, die ständige Erreichbarkeit jedes Einzelnen für private wie berufliche Belange und die vielerorts gewaltige Verdichtung der Arbeit krank machen und zu mehr Kopfschmerzen führen“, sagte die Generalsekretärin der DMKG, Stefanie Förderreuther. Die Studie zeige jedoch, dass Kopfschmerzen in Deutschland tendenziell nicht zunehmen.

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Für die Studie haben die Wissenschaftler um Andreas Straube von der Neurologischen Klinik der Ludwigs-Maximilians-Universität München die Ergebnisse von Umfragen ausgewertet. Diese fanden von 1995 bis 2009 statt und bezogen jedes Jahr 16.000 bis 18.000 Personen ein. Der Anteil der Befragten, die über Kopfschmerzen geklagt haben, lag über die Jahre relativ konstant zwischen 58,9 und 62,5 Prozent.

Eine Tendenz zu steigenden Kopfschmerzprävalenzen zeichnet sich über den gesamten Zeitraum nicht ab. Frauen leiden laut der Erhebung mit 67,3 bis 70,7 Prozent häufiger an Kopfschmerzen als Männer (48,4 bis 54,3 Prozent). Bedeutende regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Kopfschmerzen waren in der Studie nicht zu erkennen, so zeichnet sich zum Beispiel kein Unterschied in der Häufigkeit von Kopfschmerzen zwischen den alten und neuen Bundesländern ab.

Menschen in der Stadt hatten allerdings häufiger mit Kopfschmerzen zu tun als Menschen in ländlichen Regionen. „Dies könnte gut Ausdruck eines unterschiedlichen Lebensstils sein“, interpretiert Förderreuther die Ergebnisse. Für Kopfschmerzpatienten könnte es daher besser sein, etwas mehr Ruhe in der Umgebung zu suchen und sich vom typischen Großstadtstress abzuwenden, so die DMKG-Generalsekretärin.

© hil/aerzteblatt.de

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